Windröschen

Frühlingsblüher und Herbst-Anemonen: Wann werden sie gepflanzt?

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Bei Anemonen müssen Sie zwischen Frühlingsblühern und Herbst-Anemonen unterscheiden.

Das Windröschen ist im Blumenbeet sehr beliebt und sorgt fast ganzjährig für Farbe. Wir erklären Ihnen, was es bei Pflanzzeit, Pflege und Standort zu beachten gibt.

  • Anemonen sind robust und pflegeleicht.
  • Im heimischen Garten sorgen Sie lange Zeit für schöne Farben.
  • Wir erklären, was Sie zur Pflanzzeit, Pflege und Co. wissen müssen.

Sie sind auf der Suche nach einer Blume, an der Sie sich fast das ganze Jahr lang erfreuen können? Je nach Art bietet Ihnen die Anemone zu verschiedensten Jahreszeiten einen farbenfrohen Anblick im Blumenbeet. Der Name stammt vom griechischen Wort "anemos", was so viel bedeutet wie "Wind". Vermutlich wurden die Blumen so bezeichnet, weil sich die Blüten schon beim kleinsten Windhauch bewegen. Rund 150 Arten existieren weltweit, wobei sich ein Großteil von ihnen auf der nördlichen Halbkugel heimisch fühlt.

Hierzulande ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) eines der bekanntesten Vertreter der Gattung, aber auch das Balkan-Windröschen (Anemone blanda) und die Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) sind sehr beliebt.

Frühling und Herbst: Wann ist der beste Zeitpunkt, Anemonen zu pflanzen?

Wann Sie Ihre Anemone pflanzen sollten, hängt ganz von der Sorte ab. Bei Windröschen, die aus der Knolle gezogen werden, handelt es sich um Frühlingsblüher, die dementsprechend früher ihre Blüten zeigen. Die Herbst-Anemonen hingegen sind in der Regel Stauden, die etwas später in die Erde gesetzt werden und dafür erst später im Jahr ihr Blütenkleid zeigen*. So können Sie sich über Monate an den Blumen erfreuen.

Die Pflanzzeit von Frühlingsblühern liegt dabei im März und April. Hier sollten Sie beachten, dass die Knollen vor dem Kälteausbruch wieder aus der Erde geholt werden und in Kisten an einem trockenen und dunklen Ort gelagert werden müssen. Herbst-Anemonen dagegen sind winterhart und werden im September oder Oktober gepflanzt. Auch im Frühjahr können sie bereits in die Erde gesetzt werden, weil sie dann genügend Zeit haben ihre Pfahlwurzeln zu entwickeln. In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung sollten diese mit Laub überdeckt werden, um Winterfröste zu überstehen. 

Die Frühlingsblüher unterscheiden sich gegenüber den Herbstpflanzen vor allem bei der Größe: Sie werden bis zu 20 Zentimeter hoch, während die Staudenpflanzen bis zu 1,5 Meter in die Höhe schießen können.

Welchen Standort bevorzugen Anemonen?

Anemonen fühlen sich besonders an sonnigen und halbschattigen Standorten, der etwas windgeschützt ist, wohl. Frühlingsblüher sollten nicht direkt der prallen Sonne ausgesetzt werden, während Herbst-Anemonen eine längere Bestrahlung besser vertragen. Der Boden sollte nährstoff- und humusreich sein, ebenfalls gut eignen sich leichte, sandige Böden. Auch mit einem Steingarten können sich Anemonen anfreunden. Wichtig ist, dass die Erde gut wasserdurchlässig ist, damit für die Knollen keine Gefahr für Staunässe besteht.

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Anleitung: So pflanzen Sie Anemonen

Die Pflanzung von Anemonen ist denkbar leicht. Sobald der Pflanzzeitpunkt gekommen ist, lassen Sie die Knollen etwa zwölf bis 24 Stunden im Wasser quellen. Anschließend setzen Sie sie ungefähr fünf Zentimeter tief in die Erde ein. Dabei sollten die Pflanzen einen Abstand von circa zehn bis 15 Zentimeter zueinander haben, um sich später nicht in die Quere zu kommen. Danach wird die Erde angedrückt und angegossen. Anemonen lassen sich übrigens auch gut im Topf anpflanzen.

Wie Sie Anemonen am besten pflegen

An sich sind Anemonen sehr robust und pflegeleicht, weshalb Sie es mit der Fürsorge nicht übertreiben müssen. Gießen Sie die Pflanzen zum Beispiel nur, wenn der Boden wirklich ausgetrocknet ist und übertreiben Sie es mit der Bewässerung nicht. Als Dünger können Sie etwas reifen Kompost benutzen. Ist der Boden zu sauer, können Sie mit einer Kalkung* nachjustieren.

Einen Rückschnitt braucht es in der Regel auch nicht. Wenn Sie jedoch verwelkte Blüten entfernen, verlängert sich die Blütezeit der Anemonen.

Lesen Sie auch: Wann und wo werden Hortensien gepflanzt?

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Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni. © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig. © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist. © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen. © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart. © pixabay
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen. © pixabay
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen. © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten. © pixabay
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig. © pixabay
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben. © pixabay

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