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Chrysanthemen jetzt im September pflanzen: Das ist bei der Pflege zu beachten

Chrysanthemums in Lila.
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Chrysanthemen im September pflanzen – es gibt einige Dinge zu beachten.

Für Chrysanthemen ist der September ideal, um zu blühen. Wie Sie beim Pflanzen und bei der Pflege vorgehen sollten, verraten wir hier.

Die Blüten der Chrysanthemen mögen das kühle Herbstwetter. Am liebsten stehen sie an einem halbschattigen Standort. Dennoch stellt der Dauerregen* im Herbst ein Problem für die Chrysanthemen dar. Vor allem die Blüten und die Wurzeln haben damit zu kämpfen. Damit keine Staunässe entsteht, sollten Sie beim Pflanzen auf einen durchlässigen Boden achten. Egal, ob Sie die Chrysanthemen  in einem Kübel oder im Gartenbeet anpflanzen, beachten Sie, dass die Pflanze nicht zu viel Regenwasser abbekommt. Lesen Sie hier, welche weiteren Hinweise bei der Pflege von Chrysanthemen im Blick zu halten sind.

Chrysanthemen pflanzen: Im Kübel oder im Beet?

Wenn Sie die Chrysanthemen im September pflanzen möchten, eignet sich der Kübel am besten. Beachten Sie hier nur, dass das Wasser gut ablaufen kann. Dafür dem Topfboden idealerweise eine Schicht Kieselsteine hinzufügen. Dafür verstopfen die Abflusslöcher nicht und das überschüssige Gießwasser kann problemlos abfließen. Zudem ist es wichtig, dass das gewählte Substrat nicht nur durchlässig, sondern auch nährstoffreich ist. Einem besonderen Tipp des Spezialdüngemittelherstellers Compo nach lohnt es sich, der Blumenerde etwas Sand hinzuzufügen.

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Sollten Sie Chrysanthemen lieber in ein Beet pflanzen wollen, ist eine Aussaat im Frühjahr empfehlenswert. Andernfalls würde die Pflanze den Winter vermutlich nicht überstehen. Beim Pflanzen in den Frühlingsmonaten wird den Wurzeln aber die Chance gegeben, über den Sommer ein starkes Wurzelwerk aufzubauen. Auch hier ist ein durchlässiger Boden das A und O, um lange Freude an den Chrysanthemen zu haben. Sofern Ihr Boden lehmhaltig, tonig oder extrem verdichtet ist, so sollte er vorher aufgelockert werden – mischen Sie hier gerne Sand oder Kies unter die Erde.

Herbst-Chrysanthemen sind übrigens äußerst frostempfindlich. Es ist herausfordernd, sie über den Winter zu bringen. Die ideale Tageslichtlänge, damit sie blühen, liebt bei mindestens 10 Stunden.

Chrysanthemen pflegen: Gießen und Düngen

Dass die Chrysanthemen anfällig für Staunässe sind, ist bereits erwähnt worden. Daher ist es kein Wunder, dass sich das Bewässern der Pflanzen problematisch gestaltet – hier ist tatsächlich der grüne Daumen gefragt. Wenn es im Herbst besonders viel regnet, ist ein zusätzliches Gießen meist unnötig. Im Sommer hingegen verlangen die Blüten der Chrysanthemen mehr Wasser, um blühen zu können. Egal wie, beim Gießen der Chrysanthemen gilt eines immer zu beachten: Bewässern Sie niemals über die Blüten bzw. Blätter, sondern immer nur den Wurzelballen. Wann und wie viel Sie die Chrysanthemen gießen sollten, ist nach Bedarf zu entscheiden.

Bei der Düngung der Pflanzen kommt es darauf an, ob Sie sie im Kübel oder im Beet angepflanzt haben. Hier eine Übersicht:

  • Chrysanthemen im Kübel düngen: Greifen Sie hier gerne regelmäßig zu einem Flüssigdünger für Kübelpflanzen, denn gerade im Kübel verlangt die Pflanze nach vielen Nährstoffen. Je nachdem, wie viele Blüten die Chrysanthemen haben, desto mehr Nährstoffe werden benötigt. In den Monaten Mai und Juni reicht es laut Compo, zweimal im Monat zu düngen. Ab August können Sie im wöchentlichen Rhythmus Dünger hinzufügen.
  • Chrysanthemen im Beet düngen: Die Pflanzen im Beet verlangen ebenfalls viele Nährstoffe. Die einjährige Chrysantheme muss nicht extra gedüngt werden, da sie eh nur eine kurze Lebensdauer hat. Die mehrjährigen Chrysanthemen-Sorten sollten allerdings bereits im Frühjahr die erste Düngung erhalten. Denn das gibt ihnen nach dem Winter genügend Kraft, um den Neuaustrieb in Gang zu bringen. Eine weitere Düngung sollte dann im Juli erfolgen, um die Blütenbildung anzuregen.

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Chrysanthemen schneiden und überwintern – mit diesen Tipps

Haben Sie einjährige Chrysanthemen, genügt es, die Blüten in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Sobald die verblühten Blüten ausgeputzt sind, sehen die Chrysanthemen wieder schön aus. Bei mehrjährigen Exemplaren sollten Sie im Frühjahr einen Rückschnitt einplanen. Verblühtes sollte den Winter über aber an der Pflanze gelassen werden, da es ein natürlicher Frostschutz ist. Wenn es dann im April an den Rückschnitt geht, kann der Pflanze bis zu maximal ein Drittel der Wuchshöhe entnommen werden.

Die Überwinterung der Chrysanthemen ist für Beet und Kübel unterschiedlich. Hier eine Übersicht:

  • Überwinterung der Chrysanthemen im Beet: Sofern die Chrysanthemen im Frühjahr gepflanzt wurden, reicht ein entsprechender Frostschutz aus. Ideal sind dann Tannenreisig oder Vlies.
  • Überwinterung der Chrysanthemen im Kübel: Damit die Pflanzen gut über den Winter kommen, sollten Sie die Kübel an einem trockenen Ort lagern. Sollten Sie den Kübel draußen stehen lassen, sollten Sie ihn unter ein Vordach stellen und mit einem Frostschutz-Vlies bedecken.

Herbst-Chrysanthemen lassen sich gut über den Winter bringen, indem Sie die Pflanze zunächst im Kübel anpflanzen. Idealerweise steht dieser an einem trockenen und geschützten Ort. Im Frühjahr können die mehrjährigen Exemplare ins Beet umziehen. 24garten.de* gibt einen Überblick über die schönsten Sorten von Herbst- und Winter-Chrysanthemen. (swa) *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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