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Wenn Lauth getroffen hätte ...

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Stefan Bell (hinten) im Luftduell mit Kölns Stürmer Milivoje Novakovic. © dpa

Köln - Der TSV 1860 München ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Sechzger verloren beim Bundesligisten 1. FC Köln, hielten dabei aber lange Zeit gut mit. Beim Stand von 0:0 hatte Benny Lauth die große Chance zur Führung.

Reiner Maurer und Miki Stevic stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Das war ein schmeichelhafter Sieg für Köln“, grummelte der Löwen-Trainer nach der 0:3 (0:0)-Niederlage. Und der Sportdirektor legte noch eins drauf: „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten schöne Ballstafetten, aber wir haben nicht das gemacht, was im Fußball zählt: die Tore...“

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Die machte nur der Bundesliga-Letzte durch Lanig (58.), Novakovic (79.) und Podolski (83.). Aus der Traum vom großen Pokalgeld für die Löwen. 600 000 Euro ade. „Die Pokal-Einnahmen wären wichtig für uns gewesen“, sagte Maurer. Er hatte allen Grund zur Trauer. Eine Stunde lang war 1860 mindestens gleichwertig. Mit Ludwig für Rakic, Bierofka für den verletzten Aigner und Ignjovski für Leitner attackierten die Löwen ihren verunsicherten Gegner im ersten Spiel unter Neu-Trainer Frank Schaefer schon an der Mittellinie.

Bilder von der Niederlage der Löwen in Köln sowie die Sechzger in der Einzelkritik

In der 44. Minute tauchte dann Lauth nach Zuspiel von Halfar frei vor FC-Keeper Varvodic auftauchte - und scheiterte mit seinem Flachschuss am Mondragon-Nachfolger. „Den muss ich nur ins linke Eck schieben. Das passiert mir nicht oft“, ärgerte sich Benny. Freilich hätte es zuvor auch 1:0 für die Kölner stehen können, als Lanigs Direktabnahme ans Lattenkreuz geklatscht war (37.). Nach Wiederanpfiff gaben die Löwen mächtig Gas, schnürten Köln ein, gewannen fast alle zweiten Bälle, hatten Schusschancen durch Lovin und Lauth. Dann rutschte Ignjovski bei einer 3:2-Konterchance weg (57.).

Und aus dem Kölner Konter resultierte die Führung. Király lenkte einen Clemens-Schuss zur Ecke, Podolski zirkelte die Kugel Richtung Elfmeterpunkt, wo Lanig energischer als Lovin in den Luftkampf ging. Von der Schulter des ehemaligen Fürthers flog der Ball über Király hinweg ins entfernte Eck, wo kein Löwe stand (58.). Ein Nackenschlag.

Doch von Aufstecken konnte keine Rede sein bei 1860. Bierofka bot sich im Sitzen die Chance zum 1:1, Varvodic klärte (76.). Dann brachte Maurer mit Rakic und Leitner frische Offensivkräfte für Ludwig und Lovin (78.). Doch ehe die Löwen zur Schlussoffensive ansetzen konnten, machten die Kölner den Deckel drauf. Podolski setzte sich links im Sechzehner durch, passte scharf nach innen, wo Novakovic am kurzen Pfosten vollendete (79.). Drei Minuten später krönte Podolski seine gute Leistung per Flachschuss mit dem 3:0. „Kölle alaaf!“ und „Meier raus“ schallte es von der Kölner Südtribüne.

Den Löwen blieb nur der Trost der ordentlichen Leistung. „Wir können Selbstvertrauen mitnehmen für das Spiel beim KSC am Samstag“, meinte Lauth. Kapitän Bierofka sah’s nicht ganz so positiv: „Wir haben gut mitgespielt, aber vielleicht war’s vom Willen her zu wenig. Vielleicht waren wir nicht gierig genug, um hier zu gewinnen.“

lk

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