1. kurierverlag-de
  2. Sport
  3. 1860 München

1860-Rettung: Gläubiger Schwarzer zaudert noch

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Gläubiger Nicolai Schwarzer zögert noch. © fkn

München - Die DFL hat dem TSV 1860 schon Grünes Licht für den Deal mit Investor Ismaik gegeben - trotzdem ist die Rettung noch nicht fix. Altgläubiger Nicolai Schwarzer zögert noch.

Gemessen an der Tragweite kam die Meldung in dürren Worten daher. Um 18.12 Uhr ließ die Deutsche Fußball-Liga über die

Lesen Sie dazu:

DFL gibt Grünes Licht! Schneider: "Sind erleichtert"

Die Entwarnung im Wortlaut

Nachrichtenagenturen verbreiten, dass der TSV 1860 Grünes Licht erhält, um den Investorendeal mit Hasan Abdullah Ismaik zum Abschluss zu bringen. „Die Eckpunkte des in überarbeiteter Fassung vorliegenden Kooperationsvertrages inklusive weiterer Dokumente hält die DFL für vereinbar mit Satzung und Ligastatut“, hieß es im Wortlaut. Dem Einstieg des jordanischen Geschäftmannes bei den Sechzigern steht somit von Verbandsseite nichts mehr im Wege.

Die Löwen hatten die Nachricht aus Frankfurt mit einiger Anspannung erwartet, doch die Schampuskorken knallten am Donnerstag noch nicht – dafür ist in den nächsten Tagen noch zu viel zu erledigen. „Es war ein schöner und wichtiger Etappensieg, mehr aber auch nicht“, kommentierte 1860-Präsident Dieter Schneider. „Wir sind erleichtert und können jetzt mit frischer Kraft die restlichen Hausaufgaben angehen.“

Wen bringt Ismaik als "verlängerten Arm" mit nach München?

Eine der dringlichsten Aufgaben besteht nun darin, den letzten zaudernden Altgläubiger ins Boot zu holen. Schneider wird da erneut als Diplomat gefragt sein, denn Nicolai Schwarzer betonte auch am Donnerstagabend wieder, dass er noch nicht bereit sei, der Löwen-Forderung zuzustimmen und auf 40 Prozent seines Darlehens in Höhe von 1,75 Millionen Euro zu verzichten.

„Ich freue mich absolut über die Nachricht“, sagte der Berliner unserer Zeitung. „Aber für mich gibt’s jetzt noch keine Veranlassung, irgendetwas zu unterschreiben.“ Immerhin: Sein Versprechen, dass die Rettung an ihm nicht scheitern werde, will er einhalten: „Dazu stehe ich.“ Den Preis für sein Ja-Wort gilt es in den nächsten Tagen auszuhandeln. Schneider rechnet damit, dass er die ultimative Frist (31. Mai) nicht bis zum allerletzten Tag ausreizen muss. „Diesmal hoffe ich wirklich, dass wir’s früher schaffen“, sagte er. Mit der Nachricht von Donnerstag dürfte vieles leichter fallen.

Uli Kellner

Auch interessant

Kommentare