Trainer von Ahlen vor der Relegation

Von Ahlen: "Aufstieg wäre totale Sensation"

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Alles für den Aufstieg! Trainer Markus von Ahlen (hier mit Robert Zeus).

München - Alle Aufmerksamkeit beim TSV 1860 gehört nach dem Ende der (wieder einmal) enttäuschenden Zweitliga-Saison der Regionalliga-Mannschaft. Es geht um den Aufsteig in die 3. Liga.

Die Profis sind in den mehr oder weniger verdienten Urlaub gefahren, Investor Hasan Ismaik hat den Erhalt von Lizenz & Geschäftsführer zu verdauen. Alle Aufmerksamkeit beim TSV 1860 gehört derzeit also der Regionalliga-Mannschaft. Am Mittwoch um 18.30 Uhr (Rückspiel Sonntag, 14 Uhr) steigt beim SV Elversberg, 15 Kilometer nordöstlich von Saarbrücken, das erste Spiel um den Aufstieg in die Dritte Liga. Und die Rollen sind klar verteilt. Zumindest, wenn es nach 1860-Trainer Markus von Ahlen geht.

„Es ist Fakt, dass es noch nie einer zweiten Mannschaft eines Zweitligisten gelungen ist, in die Dritte Liga aufzusteigen“, sagt der 42-jährige Coach, der als Profi für Leverkusen, Bochum, Meppen, Uerdingen und Aachen spielte. „Insofern wäre es eine totale Sensation, wenn wir das schaffen würden.“

Vor der Saison sei 1860 II noch „belächelt worden“ für den radikalen Jugendstil mit deutlich zusammengestrichenem Etat. „Die Mannschaft galt als Abstiegskandidat“, sagt von Ahlen. Als umso außergewöhnlicher sei deshalb die Entwicklung zu würdigen, die das Team genommen habe. Alexander Schmidt leistete bis Dezember 2012 die Vorarbeit, von Ahlen vollendete das Werk, führte die Mannschaft mit 80 Punkten souverän zur Meisterschaft vor Mehmet Scholls FC Bayern II (73).

Und das ganz große Ding soll folgen. „Nach jetzigem Stand haben wir alle Spieler an Bord“, sagt von Ahlen. Den Fans empfiehlt er Respekt vor dem Gegner: „Wenn man sich den Kader von Elversberg anguckt – das ist eine erfahrene, robuste und spielstarke Truppe.“

Prominentester Name: Timo Wenzel. Der 35-jährige Innenverteidiger spielte für den VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga, ehe es ihn über die Zweitliga-Station FC Augsburg nach Zypern und Griechenland verschlug. Mit Necat Aygün hat Wenzel ein erfahrenes und robustes Pendant bei 1860.

Am Dienstag nach dem 10-Uhr-Training machen sich die Löwen mit dem Mannschaftsbus auf die rund viereinhalbstündige Fahrt ins Saarland, gespielt wird im Waldstadion Kaiserlinde, das 5300 Zuschauern Platz bietet. Karten gibt es an vier eigens für die Gästefans eingerichteten Tageskassen, die zwei Stunden vor dem Anpfiff öffnen.

Direkt nach dem Spiel rollen von Ahlen und sein Team per Bus durch die Nacht zurück nach München „Eine zweite Übernachtung“, sagt der Trainer, „wäre bei unserer finanziellen Situation schwierig geworden.“

lk

Quelle: fussball-vorort.de

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