Zweifel bleiben

Grünwalder bundesligatauglich? Müssen die Löwen für ein Jahr ausziehen?

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TSV 1860 München - Bayern München II

Die Planungen für die nächste Saison laufen bei 1860 auf Hochtouren. Jetzt sind Details aus einer Stadion-Machbarkeitsstudie durchgesickert. Womöglich könnte das Grünwalder nach Umbauten sogar bundesligatauglich sein.

München - Noch vier Tage bis zum Start der Sommervorbereitung, und so langsam scheint sich was zu bewegen beim TSV 1860. Nach tz-Informationen wollen die Löwen in den nächsten Tagen das neue Sponsoring-Paket mit der Bayerischen schnüren. Durch die Aufstockung des laufenden Vertrags mit dem Versicherer und dem Verkauf der NLZ-Namensrechte für zwei Jahre winken Sechzig insgesamt rund 1,1 Millionen Euro, die der sportlichen Leitung Handlungsspielraum bei der Kaderplanung verschaffen sollten.

Neue Spieler und Stadionausbau - So ist der aktuelle Stand

Mindestens zwei neue Spieler hatte 1860-Finanzgeschäftsführer Michael Scharold vor drei Wochen in Aussicht gestellt. Speziell in der Innenverteidigung und im Sturmzentrum benötigt Trainer Daniel Bierofka Alternativen, um halbwegs beruhigt in die zweite Drittligasaison gehen zu können.

Offizielle Stellungnahmen zum Thema waren gestern nicht zu bekommen – ebenso wenig zur Machbarkeitsstudie in Sachen Grünwalder Stadion, deren Ergebnisse im Juli veröffentlicht werden sollen. Die Bild-Zeitung will Details aus der noch laufenden Prüfung durch das Frankfurter Architekturbüro Albert Speer und Partner GmbH erfahren haben. Demnach sei die Schmerzgrenze bei der Kapazität auf 18.000 Zuschauer festgelegt (aktuell 15.000), der Grund hierfür liege in der zusätzlichen Lärmbelästigung der Anwohner in Giesing.

Grünwalder bundesligatauglich? Zweifel an Machbarkeitsstudie

Zum anderen sei das Stadion bei einer (grundsätzlich durchführbaren) Überdachung der Zuschauerränge und dem Bereitstellen von mehr Fläche für TV-Übertragungen sogar bundesligatauglich. Die Kosten hierfür liegen nach tz-Informationen aber mindestens im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Ob sich das lohnen würde, ist die Frage. Im Verein wird von mindestens 22.000 Plätzen und einem Businessbereich im Stadion gesprochen, der nötig wäre, um das Ganze seriös finanzieren zu können. Die marode Westkurve müsste weichen und durch eine gerade Tribüne ersetzt werden. Während der Bauzeit wäre für mindestens eine Saison ein Umzug erforderlich. Als mögliche Spielorte bieten sich Ingolstadt und Unterhaching an, Augsburg kommt aufgrund drohender Ausschreitungen nicht ernsthaft infrage. 

Der Chef des Bezirksausschusses Untergiesing-Harlaching, Clemens Baumgärtner (42, CSU), hält jedoch wenig von den Ausbauplänen des Grünwalder Stadions.

lk

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