"1860 wäre besser für mich als Hoffenheim"

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Soll auch über den Winter hinaus ein Löwe bleiben: Kevin Volland

München - In Kevin Vollands Vertrag mit der TSG Hoffenheim steht eine Klausel, die dem Spieler gar nicht richtig schmeckt. Der Youngster erklärt, warum er lieber länger bei den Löwen bleiben würde.

Osnabrück - wenn Kevin Volland den Namen dieser Stadt hört, bekommt er glänzende Augen. Dort traf er vor fünf Monaten in der 2. Liga zum 1:0-Sieg der Löwen, ein Abend, an den sich der Offensivmann immer noch sehr gern zurückerinnert: „Ich freue mich schon darauf, wieder nach Osnabrück zu kommen, da hat damals alles gepasst“, sagte er vor dem Pokalspiel am Freitag gegen den VfL, „da fahre ich wirklich gerne hin.“

Diese Talente verließen die Löwen in jungen Jahren

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Und zurück natürlich am allerliebsten mit einem erneuten Erfolgserlebnis. Schon allein deshalb, weil Volland gut eineinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff ganz entspannt seinen 19. Geburtstag im Kreis der Mannschaft feiern will.

Den 20. wird er zum Leidwesen der Löwen aber in Reihen der TSG Hoffenheim feiern. Im vergangenen Winter war Volland aus hinreichend bekannten Gründen an den Erstligisten vorverkauft worden, und wenn die Hoffenheimer drauf bestehen, müsste der U 19-Nationalspieler bereits nach dem Ende der Vorrunde zu ihnen wechseln.

Diese Klausel beinhaltet sein Vertrag mit der TSG, eine Situation, die Volland gar nicht richtig schmeckt. „Ich fände es besser, wenn ich die Saison beim gleichen Verein zu Ende spielen könnte, bei dem ich sie begonnen habe“, sagte Volland, „mitten in der Saison zu einem neuen Klub zu kommen, ist nie so einfach.“

Volland befürchtet, dass er in Hoffenheim möglicherweise nur auf der Bank sitzen könnte: „Wenn die Hinrunde bei der TSG überragend läuft, dann nehme ich mal an, dass sie mich nicht unbedingt brauchen. Da wäre dann beiden Seiten mehr damit gedient, wenn ich bei 1860 noch weiter Spielpraxis sammle.“

Darauf hoffen auch die Verantwortlichen der Löwen, bei denen man die Hoffnung auf einen weiteren Verbleib des Offensivtalents noch nicht aufgegeben hat. Sportchef Florian Hinterberger: „Jetzt wollen wir mal die Entwicklung bei beiden Vereinen in den nächsten Monaten abwarten. Ich gehe davon aus, dass wir uns mit Hoffenheim im Oktober oder November nochmal wegen Kevins Zukunft unterhalten.“

Trainer Reiner Maurer hat sich ja vor einigen Wochen bereits mit TSG-Manager Ernst Tanner, der früher als Nachwuchsleiter beim TSV 1860 tätig war, über das Thema unterhalten. „Für weitere Gespräche ist es jetzt aber noch zu früh“, glaubt Hinterberger und wünscht den Hoffenheimern in der kommenden Saison ganz viel Erfolg: „Wenn die Stürmer dort in den kommenden Wochen und Monaten alles treffen, was es zu treffen gilt, dann sehe ich schon eine Chance für uns. Wenn Volland in Hoffenheim nämlich nur auf der Bank sitzen würde, wäre das schade.“

Claudius Mayer

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