Gorenzel: „Volles Vertrauen in vorhandenen Kader“

Der TSV 1860 München sagt Maximilian Oesterhelweg ab: Keine Verpflichtung

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Kein Bedarf: 1860 entscheiden sich gegen Max Oesterhelweg, der sich vier Wochen lang im Training zeigen durfte.  

Die Derbywoche begann mit einer Absage.

Sechs Tage vor dem Aufeinandertreffen mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern verkündeten die Löwen gestern die Nicht-Verpflichtung von Probespieler Maximilian Oesterhelweg, 29.

Die Entscheidung gegen den früheren Lotte-Profi sei nach Gesprächen zwischen Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel, Cheftrainer Michael Köllner und dem Spieler selbst erfolgt, hieß es in der Erklärung der Giesinger. Zitat Gorenzel: „Da in den kommenden Tagen und Wochen auf den Positionen, die den Stärken von Max Oesterhelweg entsprechen, Spieler aus ihrer Verletzungspause zurückkehren und die Spieler des bestehenden Kaders unser vollstes Vertrauen genießen, nehmen wir zum jetzigen Zeitpunkt Abstand von einer Verpflichtung von Maximilian Oesterhelweg.“ Konkret: Auf Oesterhelwegs Idealposition links offensiv birgt der Kader mit Benjamin Kindsvater, den Talenten Fabian Greilinger und Leon Klassen sowie dem Rekonvaleszenten Nico Karger mindestens vier Optionen.

Derby-Vorfreude

Dringender Bedarf war nicht vorhanden, selbst wenn der zweitligaerprobte Profi für ein kolportiert sehr überschaubares Gehalt gespielt hätte. Der zurückgetretene 1860-Trainer Daniel Bierofka hatte sich vor drei Wochen mit Blick auf die Harmlosigkeit seiner Außenspieler sehr positiv über Oesterhelweg geäußert: „Er ist schnell, dribbelstark, hat einen guten Abschluss und kann Tore vorbereiten.“ Nun bleibt der Kader bei der stattlichen Zahl von 30 Profis. Bedeutet zugleich: Bei der Trainerpremiere von Köllner am Sonntag gegen Bayern II müssen die Löwen aus dem vorhandenen Spielerfundus schöpfen.

Mit Blick auf das erste Derby dieser Drittligasaison übte sich Gorenzel gegenüber unserer Zeitung in Zuversicht. „Dass Bayern eine hohe Qualität aufbieten wird, daran gibt es keinen Zweifel“, sagte er. „Aber wir haben im Totopokal gegen Unterhaching unlängst bewiesen, dass wir gegen stark besetzte Mannschaften mithalten können.“ Die Brisanz des Lokal-Duells sei in erster Linie eine Sache der Fans und des Umfelds. „Für die Beteiligten ist immer das nächste Spiel das Wichtigste.“  

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