Auf dem Prüfstand der tz: Bennys Löwenherz

Benny Lauth bei der kardiologischen Untersuchung von Dr. med Klaus H. Seitz.
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Benny Lauth bei der kardiologischen Untersuchung von Dr. med Klaus H. Seitz.

Die Herzen der Löwen-Fans hüpften höher, als vor 14 Tagen ein Gerücht, das sich wochenlang schon hielt, tatsächlich Wahrheit wurde: Benny Lauth kehrt zum TSV 1860 zurück! Aus der ersten in die zweite Bundesliga.

Er aber sieht’s anders: „Ich gehe nicht in die zweite Liga, sondern zu 1860.“ Eine reine Herzensangelegenheit also. Nach vier Jahren in der Fremde zog es den gebürtigen Oberbayern wieder zu seinen Wurzeln zurück. Und alle jubelten ihm zu: herzlich willkommen! Und was lag näher, als anlässlich der kardiologischen Untersuchungen für die Spieler am Montag bei Dr. Klaus Seitz in Unterschleißheim mal Bennys Löwen-Herz richtig auf den Prüfstand zu stellen.

Herzkammern: Im Grunde ist dort nur Platz für den TSV 1860. Logisch, nachdem Lauth schon im Alter von neun bis knapp 23 für die Sechziger gespielt hat. Auf Antikörper mit den Fachbegriffen HSV, VfB und 96 reagierten die Kammern in den vergangenen Jahren absolut allergisch.

Benny Lauth bei der kardiologischen Untersuchung

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Blutfluss und Sauerstoffzufuhr: Perfekt. Blaues Blut und Münchner Luft kurbeln Bennys Kreislauf optimal an. 22 Tore in seinen 61 Erstligaspielen für den TSV 1860 sind dafür ein schlagender Beweis, ebenso seine fünf A-Länderspiele, die er alle als Löwe bestritt.

Herzklappen: Funktionieren einwandfrei. Aber den Ausdruck „Klappen“ verbindet Benny in allererster Linie mit dem Wort „Aufstieg“. „Ich will mich mit den Löwen nicht lange in der 2. Liga aufhalten“, sagte Lauth unmittelbar nach seiner Rückkehr. Und vielen wurde es da richtig warm ums Herz.

Infarktrisiko: Sehr groß. Allerdings für die gegnerischen Trainer und Fans, wenn Benny zum Torschuss ansetzt. Auch mal nach erfolgreichem Doppelpass, da rettet manchen dann nur noch ein Bypass.

Herzflimmern: Tritt bei Benny nur beim Gedanken an Markus Schroth auf. Mit ihm zusammen bildete Lauth in der Saison 2002/03 das gefährlichste deutsche Sturm-Duo, das es damals in der Ersten Bundesliga auf insgesamt 27 Tore brachte. Benny erwartet sehnsüchtig die Rückkehr von Schroth, der sich derzeit nach zwei Knieoperationen noch in der Reha befindet.

Herzrasen: Kann auftreten, ist jedoch völlig ungefährlich, wenn es lediglich beim Torjubel passiert.

Herzschmerz: Hätten viele Löwen-Fans, wenn Lauth den Verein wieder verlassen würde, weil er so gut geworden ist, dass er erneut von anderen Klubs gejagt wird. Dann hieße es wieder mal nur: „Herzliches Beileid.“

Pflichtsieg

Die Reise ist weit, die Aufgabe aber machbar. In der ersten Runde des DFB-Pokals (9./10. August) müssen die Löwen beim Fünftligisten TSG Neustrelitz (Oberliga Nordost) antreten. Neustrelitz liegt in Mecklenburg-Vorpommern, rund 100 Kilometer nördlich von Berlin, und ist von München etwa 700 Kilometer entfernt. „Über den Gegner kann ich noch nichts sagen“, meinte Löwen-Trainer Marco Kurz, „aber das Weiterkommen gegen einen Oberligisten ist für uns natürlich eine Pflichtaufgabe.“ In der vergangenen Saison waren die Löwen erst im Viertelfinale am FC Bayern gescheitert.

Neuer Vorstand

Die 1860-Fanvereinigung ARGE hat in Nördlingen einen neuen Vorstand gewählt. Nachfolger des ausgeschiedenen ersten Vorsitzenden Manfred Riedl wird Gerhard Schnell. An der ARGE-Versammlung nahmen auch Präsident Rainer Beeck und Geschäftsführer Stefan Reuter teil.

Spielplan des TSV 1860 für die Saison 2008/09 (Hinrunde)

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Quelle: tz

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