Beda schwärmt: Ein Mythos…

Der Mythos Sechz’ger-Stadion: Auch Mathieu Beda freut sich schon auf den Abend, wenn die Löwen an der traditionsreichen Spielstätte auf seinen Ex-Verein 1. FC Kaiserslautern treffen.
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Der Mythos Sechz’ger-Stadion: Auch Mathieu Beda freut sich schon auf den Abend, wenn die Löwen an der traditionsreichen Spielstätte auf seinen Ex-Verein 1. FC Kaiserslautern treffen.

Heute spielen die Löwen im Sechz’ger-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Er stammt aus Südfrankreich, lebt erst seit ein paar Wochen in München, aber welchen Stellenwert das Sechz’ger-Stadion in den blauen Herzen einnimmt, darüber weiß Mathieu Beda bereits bestens Bescheid. „Dieses Stadion ist ein Mythos“, sagt der neue Abwehrmann der Löwen, „genauso wie die beiden Vereine, die am Mittwoch darin spielen: Der TSV 1860 und der 1. FC Kaiserslautern.“ Und das Ganze steht unter dem Motto: „Giesinger Heimatabend.“

Lautern ist Bedas Ex-Verein, bei dem er im Verlauf der vergangenen Rückrundeals Kapitän abgesetzt und schließlich aus dem Kader aussortiert wurde. Der neue Trainer Milan Sasic wusste nichts mit im anzufangen. Heute Abend sehen sich die beiden wieder. Reicht Beda seinem ehemaligen Trainer die Hand? „Natürlich“, sagt er, „damit habe ich überhaupt kein Problem.“ Allerdings mit einem seiner Oberschenkel. Leichte Beschwerden könnten seinen Einsatz möglicherweise gefährden.“

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Fit und total heiß ist dafür ein anderer Löwe: Daniel Bierofka: „Das ist für mich wie ein Zweitligaspiel“, sagt der 29-jährige Linksaußen, „ich freu mich richtig drauf.“ Vor allem eben, weil’s im Sechz’ger ist: „Hier habe ich zum ersten Mal in meinem Leben die Löwen spielen sehen.“ Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren war das, am 2. August 1988. Der TSV 1860 mit Bierofkas Vater Willi als Trainer empfing zum Saisonstart in der Bayernliga den FC Amberg und fegte diesen mit 7:0 vom Platz. Der neunjährige Daniel saß neben seiner Mutter auf der Tribüne und staunte: „Mensch, habe ich gedacht, was für ein Riesenverein. Von da an war ich Löwen-Fan.“

Bierofka: "Nur mit den Bayern-Amateuren"

Noch knapp zwei Wochen bis zum Ligastart. Für die Löwen steht der nächste Test an - die Roten Teufel sind zu Gast. Michel Marcolesco sagt ihnen warum es sich um ein ganz besonderes Spiel handelt.

Und deshalb freut er sich auch narrisch darauf, dass er endlich zum ersten Mal im Stadion an der Grünwalder Straße als Spieler der Blauen auflaufen darf. Neuland ist es allerdings nicht für ihn. Bierofka: „Ich darf’s ja eigentlich gar nicht laut sagen, aber damals, als ich bei den Bayern-Amateuren war, habe ich schon ein paar Mal dort gespielt.“ Allerdings vor einer stets mickrigen Kulisse. „Die Zuschauer konntest du eigentlich immer an den Fingern einer Hand abzählen“, sagt Daniel.“

Da war er aus den Zeiten als junger Fan bei den Löwen andere Zahlen gewohnt: „Da kamen manchmal 30 000 ins Stadion – und das in der drittklassigen Bayernliga. Und ich glaube, dass auch gegen Lautern die Unterstützung unserer Fans groß sein wird. Schließlich ist das Spiel für uns auch eine Standortbestimmung.“

Und bereits der vorletzte Test. Am Sonntag geht’s dann in der Allianz Arena gegen den türkischen Meister Galatasaray Istanbul, und eine Woche drauf wird’s schon ernst: Im Pokal gegen Neustrelitz. Naja, ein bisschen ernst…

Quelle: tz

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