„Wir lassen uns nicht einlullen“

Bierofka kontert Unterföhrings Vorstand Franz Faber: „So naiv sind wir nicht“

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Alles im Blick: Löwen-Trainer Daniel Bierofka warnt davor, Unterföhring zu unterschätzen.

Am Samstag treffen die Löwen auf Unterföhring. Noch ist aber nichts entschieden. Die hauen aber schon vorher ordentlich auf die Kriegstrommel. So reagiert Bierofka auf die Sprüche.

München - Am Samstag um 14 Uhr treffen die Löwen im ausverkauften Heimstettener Sportpark auf den FC Unterföhring (bei uns im Live-Ticker). Tabellenführer gegen Schlusslicht, Profis gegen Feierabend-Fußballer. Eine klare Sache? „Da gibt es keine Hoffnung“, sagte Unterföhrings Vorstand Franz Faber am Donnerstag im Interview.

„Vor einigen Wochen haben wir im Grünwalder Stadion gegen Sechzig das Toto-Pokalspiel 0:4 verloren“, verweist der Klubchef auf den Viererpack von Nico Karger am 5. September. „Und wir hätten auch noch höher verlieren können.“ Entsprechend klingt Fabers Prognose für morgen: „Wenn es am Ende wieder 0:4 steht, dann hat damit von uns keiner ein Problem.“

Daniel Bierofka kneift die Augen zusammen, als er mit Fabers Sätzen konfrontiert wird. Ein mildes Grinsen dringt durch den Vollbart des Löwen-Trainers. „Jaja“, sagt er, „so naiv sind wir nicht. Wir lassen uns nicht einlullen. Der hockt zu Hause und träumt von einem 1:0-Sieg gegen uns.“ Bierofkas Ansage an die eigene Mannschaft: „Ich habe Respekt vor dem Spiel am Samstag. Wer mich kennt, der weiß, dass ich gerade vor solchen Partien ganz genau hinschaue. Unterföhring wird ein schweres Spiel, weil die sich beweisen wollen und zeigen, dass sie besser sind als es das 0:4 im Toto-Pokal aussagt.“

Zwei hoch eingeschätzte Teams mussten das in dieser Saison bereits erfahren: die SpVgg Bayreuth und der FC Bayern II. Beiden Favoriten trotzten die Unterföhringer jeweils ein 2:2 ab. An Motivation wird es dem Aufsteiger auch am Samstag nicht fehlen. „Unsere Spieler, die schweben natürlich“, sagt Faber. „Für die ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen. Das ist für jeden der Höhepunkt schlechthin.“

Der große Unterschied zu den Löwen? Faber: „Die Spieler von Sechzig trainieren am Vormittag, machen dann ihren Mittagsschlaf, bereiten sich anschließend auf das Spiel vor und fahren mit ihrem Mannschaftsbus zum Stadion. Unsere Jungs dagegen kommen direkt von der Arbeit mit ihrem Rucksack von der U-Bahn rauf und schauen, dass sie pünktlich da sind. Da liegen Welten dazwischen.“

Dass Bierofka mit den verletzten Timo Gebhart und Felix Weber sowie den gelbgesperrten Aaron Berzel und Sascha Mölders vier Säulen der Mannschaft fehlen, ändert nicht viel an den Kräfteverhältnissen. Für Weber wird Phillip Steinhart in die Innenverteidigung rücken, möglicherweise kehrt Bierofka zum 4-3-3 mit Markus Ziereis an vorderster Front zurück. Die schwebenden Unterföhringer wird’s kaum jucken.

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