"Der Sieg spricht für unsere Moral"

+
Reiner Maurer gestikuliert

München - Nach dem "nervenaufreibenden" Pokal-Krimi mit Happy-End für den TSV 1860 München atmete Reiner Maurer ganz tief durch und lobte seine Spieler.

“Der Sieg in der Verlängerung spricht für unsere Moral“, sagte Trainer Reiner Maurer glücklich nach dem 3:2 (2:2, 1:2)-Erfolg der “Löwen“ beim sehr heimstarken Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück.

Der Sieg eröffnet dem Zweitligisten nicht nur die Aussicht auf ein sportlich reizvolles Los in Runde zwei, sondern er garantiert dem Zweitligisten auch wichtige Zusatzeinnahmen in sechsstelliger Höhe.

Benjamin Lauth avancierte in der 107. Spielminute mit seinem zweiten und alles entscheidenden Treffer zum Matchwinner. “Es war ein hartes Stück arbeitet“, kommentierte der Ex-Nationalspieler: “Ab dem zweiten Durchgang haben wir gezeigt, dass wir eine Klasse höher als der VfL spielen.“

Vor 11 000 Zuschauern hatten Gerrit Wegkamp (1.) und Jan Mauersberger (34.) Osnabrück in der regulären Spielzeit zweimal in Führung gebracht. Lauth (11.) per Foulelfmeter und Stürmer Kevin Volland (47.) glichen jeweils aus. Besonders glücklich war Volland, der bestens gelaunt in seinen 19. Geburtstag am Samstag hineinfeiern konnte. “Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk für mich“, sagte er über Sieg und Torerfolg.

Bilder und Einzelkritik

1860 siegt in Osnabrück: Bilder & Einzelkritik - Drei Löwen verdienten sich Note 2

Hier sehen Sie die Bilder vom DFB-Pokal-Spiel der Löwen beim VfL Osnabrück. © M.I.S.
Reiner Maurer am Spielfeldrand. © Getty
Wann geht's endlich los? © Getty
Jetzt! © Getty
Und wie es losgeht! Das 1:0 für Osnabrück fällt schon in der ersten Minute. © AP
Nach einem Schnitzer von Stahl netzt Wegkamp (3.v.l.) ein und jubelt mit den Kollegen. © AP
Was für ein Fehlstart! © Getty
Schauen wir ... © M.I.S.
... mal ein wenig auf Reiner Maurer. © Getty
Der Löwen-Coach kann nicht zufrieden sein. © Getty
Und ist es auch nicht! © Getty
11. Minute: Es gibt Elfmeter, da helfen auch die VfL-Beschwerden nichts. © Getty
Benny Lauth lässt sich die Chance nicht nehmen und netzt flach links ein. © M.I.S.
Der Kapitän jubelt mit seinen Kollegen. © AP
Nach gut einer halben Stunde der nächste Schock: Mauersberger trifft nach einer Ecke. © Getty
Hier das Tor aus einer anderen Perspektive. © AP
Osnabrück jubelt. © AP
Die Löwen sind bedient. © AP
Drittligist VfL Osnabrück gibt sich forsch. © AP
Und die Führung ist nicht mal unverdient. © dapd
Die Osnabrücker nehmen die Führung mit in die Pause. © Getty
Für die Löwen heißt es: Ärmel hochkrempeln! © M.I.S.
Prompt trifft Kevin Volland (r.) nach Wiederanpfiff auf Vorlage von Halfar mit einem tollen Schuss zum 2:2 - wobei auch Keeper Riemann nicht ganz unschuldig ist, der den Ball passieren lässt. © Getty
Volland ist Vorbereiter Halfar dankbar. © M.I.S.
Da ist er auch schon, der Vorbereiter: Daniel Halfar (hinten). © M.I.S.
Ein kleines Rätsel: Was will uns VfL-Coach Uwe Fuchs mit diesen Gesten sagen? © Getty
Wir wissen es nicht. © Getty
Aber er sicherlich. © Getty
Osnabrück-Spieler Florian Riedel muss kurz vor Ende der regulären Spielzeit verletzt raus. © AP
Nach 90 Minuten steht's 2:2. © Getty
Dann kommt Lauth! Der Kapitän trifft in der Verlängerung zum 3:2! © M.I.S.
Die Löwen jubeln! © M.I.S.
Danach ist noch Zittern angesagt. © AP
Doch es reicht! Endstand 3:2, die Löwen stehen in der 2. Runde. Lesen Sie nun die Einzelkritik. © M.I.S.
Király: Behielt als Einziger in der Löwen-Defensive vor der Pause den Durchblick. Strahlte viel Ruhe aus. Note: 2 © Getty
Malura: Ließ sich vor dem 0:1 überlaufen. Sah wegen Ballwegschlagens bei einem Einwurf früh gelb. Blieb akut Gelb-Rot gefährdet in der Kabine. Note: 5 © sampics
46. Rukavina: Der Serbe, dessen Gehalt sich die Löwen nicht mehr leisten wollen, zeigte einige gute Flankenläufe. Note: 3 © Getty
Schindler: Hatte zunächst Probleme, die quirligen Osnabrücker zu fassen zu bekommen. Note: 4 © Getty
Bülow: Nach hinten naja, nach vorne so lala. Note: 4 © Getty
Feick: Beschränkte sich auf Abwehrarbeiten. Note: 3 © sampics
Benjamin: Verlor einige Male den Überblick. Die fehlende Spielpraxis der vergangenen beiden Jahren ist ihm anzumerken. Note: 4 © sampics
72. Bierofka: Brachte noch einmal Schwung. Note: 3 © Getty
Stahl: Klops vor dem 0:1, als er im eigenen Strafraum den Ball verlor. Hinderte Mauersberger beim 0:2 nicht am Kopfball. Note: 4 © Getty
Aigner: In der ersten Halbzeit kaum zu sehen. Nach dem Wechsel aktiver. Vorlage zum 3:2. Note: 3 © Getty
Halfar: Versuchte immer wieder, das Spiel über links voranzutreiben. Note: 3 © Getty
106. Schäffler o.B. © sampics
Lauth: Blieb beim Elfmeter eiskalt. Belohnte sich selbst für seine starke Leistung dann mit dem 3:2. Note: 2 © Getty
Volland: Holte geschickt den Elfmeter heraus. Traf selbst – mit gütiger Mithilfe von VfL-Keeper Riemann – zum 2:2. Note: 2 © Getty

Mit Tempofußball hatte das Team von VfL-Trainer Uwe Fuchs die unsichere 1860-Deckung immer wieder vor große Probleme gestellt, besonders in der ersten Spielhälfte. “Wir haben die ersten 45 Minuten verschlafen, lagen zur Pause verdient zurück“, kommentierte Lauth.

“Zweimal mussten wir einem Rückstand hinterherrennen“, stöhnte Sportchef Florian Hinterberger. 1860 wurde erst nach Vollands Tor zum 2:2 zunehmend stärker und hatte in der Verlängerung dann auch konditionelle Vorteile. Osnabrücks Torschütze Mauersberger (109.) sah zudem die Gelb-Rote-Karte. “Mit zunehmender Spieldauer haben wir den Gegner dominiert“, sagte Hinterberger am Ende froh und erleichtert.

dpa

Auch interessant

Kommentare