Die Blamage

Daniel Bierofka besorgte kurz vor Schluss Ergebniskosmetik und traf zum 2:4.
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Daniel Bierofka besorgte kurz vor Schluss Ergebniskosmetik und traf zum 2:4.

Kurz vor der Abreise ins Trainingslager mussten die Profis des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München eine 2:4 (1:3)-Niederlage im Testspiel gegen die SpVgg Unterhaching hinnehmen.

Unterhaching - 1860: Klatsche für die Löwen

Die Löwen gegen Haching – das artet für sie meistens zu einer Blamage aus. 1:4 unterlagen sie vor zweieinhalb Jahren, 1:5 sogar im Jahr drauf (jeweils in der 2. Liga) und jetzt bekamen die Sechziger in einem Testspiel wieder vier Stück eingeschenkt. Von der mittlerweile drittklassigen SpVgg Unterhaching, die sich sogar noch den Luxus erlaubte, einen Elfmeter zu vergeben. Testspiel hin, Testspiel her – die Darbietung der Löwen war peinlich.

Natürlich nutzte Trainer Marco Kurz die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass man mitten in der Vorbereitung stecke, und dass man gesehen habe, „wie hart wir in den letzten zwei Wochen trainiert haben. Die Spritzigkeit hat total gefehlt.“

Darauf allerdings pfiffen die Löwen-Fans unter den 1800 Besuchern. „Wir wollen euch kämpfen sehen“, forderten sie nach der Pause lautstark, als ihre Mannschaft bereits mit 1:4 zurücklag.

Der Ex-Löwe Anton Fink, der vergebens darauf gehofft hatte, in dieser Saison zu den Profis aufrücken zu dürfen, hatte die Hachinger bereits nach drei Minuten in Führung geschossen. „Die Sechziger wussten wohl nicht, was ein Derby für uns bedeutet, auch wenn es nur ein Vorbereitungsspiel ist“, sagte er und fügte hinzu: „Bei 1860 gibt’s noch viel zu tun.“

Darüber ist sich auch Kurz, der heute mit seiner Mannschaft ins Trainingslager nach Bad Radkersburg (Österreich) fährt, im Klaren. Denn bei allen Versuchen, die Niederlage mit den harten Trainingseinheiten zu erklären, gestand er dann schon auch ein: „Wir haben uns taktisch nicht gut verhalten. Wir haben versucht, kompakt zu stehen – aber das war heute zu wenig. Und man muss sich auch gegen eine Niederlage stemmen.“ Er fügte aber auch sofort hinzu: „Ich sehe in der Niederlage keinen Grund für Unruhe.“

Auf dem Platz allerdings gab’s die schon. Zum Beispiel als Torben Hoffmann kurz vor Schluss wegen einer Platzwunde das Spielfeld verlassen und genäht werden musste. Oder als Mathieu Beda knapp an einer Roten Karte vorbeischrammte. Der Neuzugang hatte gegen den Ex-Löwen Roman Tyce die Faust erhoben, als wolle er ihn schlagen. Grund, so der Franzose: „Tyce hat sich bei mir immer beschwert, dass ich nur auf die Knochen gehen würde. Da war ich halt ein bisschen sauer und habe die Pose mit der Faust gemacht.“ Für die sah er Gelb. Und nicht nur die Szene mit Beda dürfte Geschäftsführer Stefan Reuter gemeint haben, als er hinterher feststellte: „Das war sehr lehrreich heute.“

Das ganze Spiel sehen Sie bei www.eyep-tv.de .

Quelle: tz

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