Beeck will Möglichkeiten ausloten

"Die Qualität fehlt" - Legen die Löwen nach?

Philipp Tschauner zeigte sich nach Spielschluss fassungslos.
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Philipp Tschauner zeigte sich nach Spielschluss fassungslos.

Drei Spiele ohne Tor, zwei Heimniederlagen in Folge.

Statt oben aufzuschließen sind die Löwen nun wieder da, wo sie seit Jahren rumkrebsen: im Niemandsland der Zweitklassigkeit, zwischen Hoffnungs- und Bedeutungslosigkeit. Und der Grund? „Das ist keine Seuche, kein Novemberfluch, keine Krise, das ist einfach Dummheit“, sagte Benny Lauth. „Wer keine Tore schießt, kann kein Spiel gewinnen.“

So einfach ist das. Und so bitter. „Wir haben fünf hundertprozentige Chancen, da musst du Tore machen!“, seufzte Philipp Tschauner. „Das ist schon zum Verzweifeln.“ Oder zum wahnsinnig werden, wie es Gregg Berhalter formulierte. „Jetzt haben wir in den letzten zwei Spielen drei Chancen zugelassen und zwei Tore gekriegt – unglaublich!“ Die Erkenntnis für Lauth: „Es fehlt an Qualität. Vor dem Tor und bei den Standards – da nehme ich mich nicht aus.“ 15 Tore in 13 Spielen, mehr Niederlagen (sechs) als Siege (fünf) – für höhere Ansprüche sind die Löwen in der Tat nicht gut genug. Doch wie rauskommen aus dem Teufelskreis kein Geld, keine Qualität, keine Erfolge, kein Geld?

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Für Präsident Rainer Beeck kann es nur eine Lösung geben, um die chronische Klammheit zu überwinden: Kosten sparen und Einnahmen steigern. Derzeit, bei einem geplanten Geschäftsjahres-Minus von drei Millionen Euro, sei „kein Handlungsspielraum“ vorhanden, um die Mannschaft zu verstärken. Die Einsparung von Berkant Göktans Gehalt sei bislang der einzige finanzielle Fortschritt. Beeck: „Um uns auf dem Transfermarkt zu verstärken, müssten wir ins Risiko gehen.“

Um sich die nötige „Flexibilität im Budget“ zu erarbeiten, nimmt Beeck nun die Geschäftsführung in die Pflicht. Stefan Reuter, Dr. Markus Kern und Bernd Ingerling. Das Trio habe vor drei Wochen vom Aufsichtsrat den Auftrag erhalten, einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, um den Löwen Spielraum zu verschaffen, erklärte Beeck. Auch Investorengespräche würden weiterhin geführt. „Aber durch der derzeitige Finanzmarktsituation“ sei es „nicht einfacher geworden.“ Klingt alles nicht sehr verheißungsvoll. Auch wenn sich Beeck um Optimismus bemüht: „Wir schaffen das, ich habe keine Zweifel.“

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Quelle: tz

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