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Ehemaliger Starnberg-Coach Hinterberger mit Full-Time-Job bei 1860

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Schleudersitz oder Traumjob? Florian Hinterberger in seinem neuen Büro an der Grünwalder Straße. © Toh

TSV 1860 München – Mit einem Eis am Stiel in der Hand bewältigt Florian Hinterberger die Stufen zu seinem Büro im dritten Stock. „Ich habe seit 12 Uhr nichts mehr gegessen“, sagt der 52-Jährige.

Der Ex-Fußballtrainer des FC Starnberg hat einen der derzeit anstrengendsten Jobs im Profifußball übernommen. Seit wenigen Wochen ist der in Tutzing lebende Hinterberger sportlicher Koordinator beim TSV 1860 München. „Ich komme zurzeit um halb neun und gehe abends um neun“, berichtet er. Von seinem Büro aus kann er den gesamten Trainingsbereich überblicken. Als Nachfolger von Miroslav Stevic ist der Vater eines 13-jährigen Sohnes aber nicht nur für die Belange der ersten und zweiten Mannschaft der Löwen zuständig. „Ich bin neben den Spielertransfers auch für die Weiterentwicklung der Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum heraus zuständig“, erklärt Hinterberger. Zuvor war der gebürtige Regensburger beim 1. FC Nürnberg als sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums tätig. Jetzt kehrte Hinterberger zu seinen Wurzeln zurück.

"1860 ist mein Verein!"

„Das ist mein Verein“, stellt er klar. Seit frühester Jugend ist der Ex-Profi und UEFACup- Sieger von 1988 (mit Bayer Leverkusen) Anhänger des Münchener Traditionsvereins. „Mit sechs Jahren stand ich bereits in der Fankurve, mein Bruder musste mich hochheben, damit ich was sehen konnte“, erinnert sich Hinterberger.

Der Kontakt zu seiner großen Liebe riss nie ab. Der Tutzinger war nicht nur als Spieler des Profiteams und der Traditionsmannschaft aktiv, sondern leitete in seiner Zeit bei den Starnbergern eine Kooperation mit dem TSV 1860 ein. Auch der neue Löwen- Präsident Dieter Schneider hatte Hinterberger noch in guter Erinnerung, so bot er ihm die neue Aaufgabe an. Die finanziellen Probleme der Löwen machen Hinterberger derzeit aber das Leben schwer. „Jetzt bin ich wie damals in Starnberg schon wieder bei einem klammen Verein“, kommentiert er mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Große Gedanken macht sich der 52-Jährige aber nicht um die finanzielle Zukunft des Clubs. „Dann würde ich total verrückt werden“, so Hinterberger.

Die Starnberger Fußballer hat er noch nicht vergessen. „Ich schaue regelmäßig nach den Ergebnissen“, berichtet der sportliche Koordinator des TSV 1860, der die Zukunft der Seelöwen in der Landesliga sieht. Seit vielen Jahren lebt Hinterberger in Tutzing/Unterzeismering, selbst seine Zeit in Nürnberg animierte ihn nicht zu einem Umzug. „Ich liebe den Landkreis einfach“, sagt er. Das Eis ist inzwischen aufgegessen, die nächsten Termine drängen schließlich.

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