Der 21-Jährige über die Lehren aus der langen Pause

Ghvinianidze: "Vielleicht hat's Gott so gewollt"

Willkommen im Team: Mate Ghvinianidze mit Berkant Göktan
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Willkommen im Team: Mate Ghvinianidze mit Berkant Göktan

Fast 10000 Löwenfans feierten sich und ihren Verein am Mittwoch beim Heimatabend auf Giesings Höhen.

Doch das tiefste Glücksgefühl dürfte ein Mann aus dem fernen Georgien empfunden haben: Mate Ghvinianidze, der 21-jährige Verteidiger des TSV 1860.

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Nach acht Monaten Leidenszeit mit zwei Operationen am linken Knie und quälenden Rehamaßnahmen durfte Mate in der zweiten Halbzeit des Lautern-Spiels endlich wieder auf den Platz. Und auch wenn er die letzten fünf Minuten ganz schön pumpen musste („da habe ich gemerkt, dass es mir noch an der Kondition fehlt“), am Tag nach dem Comeback regierte die pure Freude beim „Schrank aus Tiflis“. „Es war ein gutes Gefühl, zurückzukehren“, strahlte Ghvinianidze. „Wann ich wieder richtig fit sein werde, ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit.“ Ob’s bis zum Punktspielstart reicht? „Vielleicht. Aber ich glaube eher noch nicht.“

Spielbericht: 1860 - Kaiserslautern

Nostalgiker gerieten ins Schwärmen. Denn für das Testspiel gegen Lautern, kehrten die Löwen ins Grünwalderstadion zurück. Wie die Partie gelaufen ist, fasst Michel Marcolesco für Sie zusammen.

Geduld heißt das Zauberwort bei Ghvinianidze. In den acht Monaten seines Martyriums hat er das Warten gelernt. Erst brachte die von 1860-Teamarzt Dr. Erich Rembeck vorgenommene Außenmeniskus-OP im Dezember 2007 keine Besserung, dann entdeckte Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine Vernarbung, die das Kniegelenk blockierte. Bei einer erneuten Operation am 2. April in Augsburg bei Dr. Ulrich Boenisch wurde die Wurzel des Übels schließlich beseitigt. „Und jetzt“, sagt Marco Kurz, „freuen wir uns darüber, dass Mates Knie nach der Belastung gegen Kaiserslautern keine Reaktion zeigt.“

Zufriedenheit beim Trainer, Erkenntnisgewinn beim Profi. „Vielleicht war meine lange Pause auch von Gott gewollt“, kam Mate gestern Mittag nach dem Training ins Philosophieren. „Ich sehe es als Zeichen, dass ich mehr auf meinen Körper hören soll.“ Mate, der Vernunftsmensch? „Na ja, verrückt bin ich deshalb noch immer“, lacht er. „Sonst wäre ich ja kein Fußballprofi.“

Quelle: tz

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