Löwen zeigen Harmonie - Abend endet im Stüberl

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Nach der Sitzung ging's ins Stüberl - mehr Bilder sehen Sie in der Fotostrecke

München - Am Freitagabend hat sich der neue 1860-Aufsichtsrat konstituiert. Die Beteiligten demonstrierten dabei Harmonie. Hier finden Sie die Bilder und alle Informationen.

Harmonie statt Machtkämpfe? Mit vereinten Kräften in eine erfolgreiche Zukunft? So wollen es die Löwen und ihr jordanischer Investorenpartner - zumindest, wenn man den jüngsten Presseerklärungen Glauben schenkt. 

Gipfeltreffen endet im Löwenstüberl: Die Bilder

Gipfeltreffen bei 1860: Die Bilder

Am Freitagabend, 22. Juli hat sich der neue Aufsichtsrat des TSV 1860 konstituiert. Hier sehen Sie die Bilder vom Gipfeltreffen. © sampics
Dieter Schneider © sampics
Otto Steiner © sampics
Dieter Schneider am Fenster © sampics
Dieter Schneider am Fenster © sampics
Dieter Schneider am Fenster © sampics
Die Gäste kommen! © sampics
Investor Hasan Ismaik © sampics
Investor Hasan Ismaik mit Dolmetscherin und Hamada Iraki © sampics
Investor Hasan Ismaik mit Dolmetscherin und Hamada Iraki © sampics
Investor Hasan Ismaik mit Dolmetscherin und Hamada Iraki © sampics
Die Gäste sind an der Tür angekommen. © sampics
Die Gäste sind an der Tür angekommen. © sampics
Der Abend verlief harmonisch - zumindest sagten das die Beteiligten. © sampics
Der neue Aufsichtsrat v.l.: Franz Maget, Hamada Iraki, Dieter Schneider, Hasan Isamik und Siegfried Schneider. Auf dem Foto fehlt Lori-Ann Campbell von der Investorenseite. © sampics
Lori-Ann Campbell war am Freitag nicht anwesend. © sampics
Die Verantwortlichen vergessen natürlich auch die Mannschaft nicht © sampics
Ismaik mit dem Poster © sampics
Grenzenlose Harmonie? © sampics
So sieht sie aus. © sampics
Sie wurde nicht nur drin demonstriert. © sampics
Sondern auch vor der Tür. © sampics
Bitte lächeln! © sampics
Weiter ging's im Löwenstüberl. © sampics
Dieter Schneider bestellte eine Apfelschorle, Hasan Ismaik ein Wasser © sampics
Prost! © sampics
Auf eine erfolgreiche Zukunft! © sampics
Und auf eine harmonische. © sampics
Hoffentlich hält diese Harmonie eine Weile. © sampics

Mit der Realität dürften diese öffentlichen Bekundungen zwar nicht übermäßig viel zu tun haben, nach wie vor ist Vorsicht das beherrschende Gefühl an der Grünwalder Straße. Doch fürs Erste haben sich die Parteien immerhin darauf verständigt, ihre Rangeleien künftig diskreter auszutragen. „Ich bin mir sicher, dass wir zu einer professionellen Zusammenarbeit im Sinne der KGaA kommen“, sagt 1860-Präsident Dieter Schneider. „Wenn ich versuche, gewisse Irritationen mit dem Investor zu kitten und vernünftig weiterzumachen, ist halt die Frage: Wieviele Muskeln soll ich spielen lassen?“

Freitag Abend konstituierte sich der neue, sechsköpfige KGaA-Aufsichtsrat. Um 21.02 Uhr, rund anderthalb Stunden Minuten nach Sitzungsbeginn, traten der Vorsitzende Hasan Ismaik und sein Stellvertreter, Dieter Schneider, vor die Presse. Alle Beschlüsse seien „sehr schnell und sehr einstimmig gefallen“, sagte Schneider. „Der Startpunkt Null ist jetzt auch formell gesetzt, so dass wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit starten können.“ Ismaik ließ übersetzen: „Alles ist gut gelaufen, wir haben einen neuen Aufsichtsrat. Ich hoffe, dass sich der Verein weiterentwickelt und stärker wird.“

Löwen intern - hinter den Kulissen des TSV 1860

Strec

Ursprünglich war auch geplant gewesen, den neuen Geschäftsführungs-Beirat aufs Gleis zu setzen. Doch da kam den Sechzigern der Rücktritt des Kandidaten Dr. Peter Lutz (55) dazwischen. Der Münchner Wirtschaftsanwalt und bisherige Vorsitzende des Vereins-Aufsichtsrats begründete seinen Rückzug mit der zunehmenden Arbeitsbelastung in seiner Anwaltskanzlei, wo derzeit auch noch ein Umzug anstehe. Klar sei die Entscheidung „etwas kurzfristig“, so Lutz zur tz. „Aber es ist besser, vor der Besetzung der neuen Gremien Schluss zu machen, als später die Reibungsverluste einer Umbesetzung in Kauf nehmen zu müssen.“

Der Geschäftsführer Robert Schäfer vorgeschaltete Beirat, für den Lutz zusammen mit Schneider vorgesehen war (die anderen beiden Posten besetzen wohl Investor Ismaik und Banker Hamada Iraki), wird sich laut Schneider nun voraussichtlich erst in der kommenden Woche konstituieren. Im e.V.-Aufsichtsrat übernimmt einstweilen TV-Manager Otto Steiner den Vorsitz. Die Positionen von Lutz und des ebenfalls ausgeschiedenen Finanzfachmanns Christoph Oefele sind neu zu besetzen - mittelfristig wohl auch durch einen Vertreter der Investorenseite.

Gespannt darf man sein, wie die Fans heute Nachmittag im Stadion auf Ismaik reagieren. Kann sein offener Brief an die Anhänger (und die DFL) den jüngst aufgekommenen Unmut bremsen? Schneider sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Ismaik und ich uns aus dem Weg gehen. Das wäre absolut kontraproduktiv.“ Freitag Abend stieß Schneider mit Ismaik im Löwenstüberl an (siehe Fotostrecke oben). Der Präsident mit Apfelschorle, der Investor mit Wasser. Auf eine nüchterne Partnerschaft.

lk

Investoren im Fußball: Wer bei welchem Verein seine Finger im Spiel hat

Investoren im Fußball: Wer bei welchem Verein seine Finger im Spiel hat

Der TSV 1860 München könnte bald von einem jordanischen Geschäftsmann finanziell unterstützt werden. Aber die Münchner Löwen sind nicht der einzige Verein, der von einem Geldgeber Finanzspritzen erhält. Sehen Sie hier einen Streifzug durch Europa von Vereinen, die durch einen Investor unterstützt werden. © Getty
Die TSG 1899 Hoffenheim profitierte von einem Geldgeber. Durch Mäzen Dietmar Hopp gelang dem Klub der Durchmarsch von der Regionalliga bis zur Herbstmeisterschaft 2008 in der ersten Liga. © getty
Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, mit vier Milliarden Euro einer der reichsten Deutschen, ist Mitbegründer des Unternehmens SAP AG. Er führte den Verein aus Sinsheim von der Regional- bis in die Bundesliga. © getty
Auch Hannover 96 wird von einem Investor regelmäßig mit Geld unterstützt. © getty
Martin Kind (r.) hat Hannover 96 durch sein Hörgeräte-Unternehmen mit zahlreichen Millionen Euro unterstützt. Er ist ein Verfechter der 50+1 Regel im deutschen Fußball. © getty
Dietmar Beiersdorfer, Sportdirektor von RB Leipzig aus der Regionalliga Nord, kann sich über finanzielle Nöte nicht beklagen. © getty
Denn sein Verein wird wie weitere Klubs von Red Bull finanziert. Dietrich Mateschitz, österreichischer Unternehmer, hält 49 Prozent der Anteile an der Red Bull GmbH. © getty
Neben Leipzig und Salzburg wird auch in Amerika ein Verein von den "Roten Bullen" getragen: Die New York Red Bulls mit dem Weltmeister Thierry Henry. © getty
Vor Leipzig versuchte Mateschitz mit Red Bull Salzburg den Angriff auf die europäische Krone zu starten. Dieses Vorhaben scheitert aber an der schwachen nationalen Konkurrenz. © getty
Der FC Basel wird von einer Mäzenin unterstützt. © getty
Gisela Oeri ist einer der wenigen weiblichen Präsidenten im europäischen Fußball. © getty
Das Gehalt von Quincy Owusu Abeyie vom FC Malaga wird durch Mohammad bin Nasser Al Thani bezahlt. Der Scheich, der den Nachrichtensender Al Jazeera gründete, gehört zu einer Dynastie, die seit dem 19. Jahrhundert den Herrscher von Katar stellt. © getty
David Trezeguet von Hercules Alicante war einer von vielen namhaften Neuzugängen für den Aufsteiger in der spanischen Liga. Enrique Ortiz verdient sein Geld durch sein Bauunternehmung und Firmen im Dienstleistungssektor. © getty
Racing Santader ist mittlerweile der dritte spanische Verein, der einen Investor im Hintergrund hat. Mehdi Lacen kann es nur recht sein. © getty
Der indische Multimilliardär Ahsan Ali Syed kaufte 80% der Rechte von Racing Santander. Der Unternehmer hat laut eigenen Angaben 130 Firmen. © getty
Leonid Fedun ist ein russischer Geschäftsmann mit geschätzten 5,5 Milliarden Dollar. Er arbeitet für die russische Ölfirma Lukoil. © getty
Die Fans von Spartak Moskau können sich ebenfalls über kräftige Finanzspritzen freuen. Mit dem Geld locken sie immer mehr Topspieler nach Russland. © getty
Anschi Machatschkala wird seit kurzem erst durch einen Investor unterstützt. Dieser ermöglicht Einkäufe wie Roberto Carlos. Suleyman Kerimov hält die größten Anteile der VTB-Bank. Durch seine Investmentfirma Nafta Moskau ist er größter Aktionär beim fünftgrößten Silberproduzent der Welt. © getty
Terek Grosny ist der zweite Verein aus Tschetschenien, der für Aufsehen sorgt. © getty
Ramsan Kadyrow jun. ist seit 2007 Präsident der Teilrepublik Tschetschenien. Ihm werden Folter und zahlreiche Morde vorgeworfen. Er ist großer Fußballfan und veranstaltete ein Benefiz-Spiel u.a. mit Lothar Matthäus. Woher sein Vermögen kommt, ist unbekannt. © getty
Der AC Milan, siebenmaliger Champions-League-Sieger hier mit Robinho, ist auch mit Hilfe eines Geldgebers so erfolgreich. © getty
Unterstützung erhält der AC durch den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der Politiker ist durch seine Gründung von Medienanstalten, die er immer noch besitzt, vermögend geworden. © getty
Auch der zweite Mailänder Verein wird von einem Investor geführt. Inter gelang letzte Saison um Kapitän Javier Zanetti das Triple. © getty
Ohne die Gelder von Präsident Massimo Moratti wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Der Italiener ist ein Öl-Tycoon und Sohn des Inter-Eigentümers Angelo Moratti. © getty
Der FC Genua geht seit ein paar Jahren auf Einkaufstour, u.a. Luca Toni, Rafinha. Möglich macht dies auch Enrico Preziosi. Er gründete die Giochi Preziosi und ist Hauptaktionär. © getty
Der AS Rom wird schon seit 1993 von einem Investor finanziert und geführt. Dadurch konnten der Traditionsklub auch Fan-Liebling Francesco Totti halten. © getty
Thomas Di Benedetto kaufte sich vor kurzem die Anteile des römischen Klubs. Er ist seit 1983 Präsident einer Investmentmanagementfirma. © getty
Jahrelang hinkte der FC Chelsea national und international hinterher. Bis ein russischer Investor die Londoner übernahm und zu drei Meistertiteln führte. © getty
Roman Abramowitsch gehört zu den russischen Oligarchen und verdient seine Milliarden mit seinen Ölunternehmen. Für 210 Millionen Euro kaufte er den FC Chelsea. Einen eigenen Privatjet besitzt der Russe ebenfalls. © getty
Ryan Giggs spielt seit 16 Jahren bei Manchester United, lange bevor der Investor aus Amerika kam, um United zu übernehmen. © getty
Die Glazer-Familie führt den Traditionsverein aus Manchester seit Mai 2005. Mittlerweile halten sie 75% der Anteile an United. © getty
Mit der Übernahme von Manchester City ist auch der zweite Klub aus der Stadt im Norden Englands übernommen worden. © getty
Mansour Bin Zayed ist ein Sohn der Herrscherfamilie von Abu Dhabi in den VAE. Er ist Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten für seinen Bruder. © getty
Der Traditionsklub, der 2009 in die zweite englische Liga abstieg, wurde von einem englischen Geschäftsmann übernommen. © getty
Mike Ashley ist der Geldgeber für die Magpies. Er unterstützt den Verein seit 2007, als er ihn für 135 Millionen Pfund (ca. 160 Millionen Euro) kaufte. © getty
Der englische Zweitligist FC Portsmouth, der letzte Saison überraschend ins FA-Cup Finale zog, wird seit einigen Jahren von einem Investor unterstützt. © getty
Balram Chainrai verdient sein Geld als Geschäftsmann mit Haushaltsgeräten. Der aus Nepal stammende Präsident von Portsmouth teilt ist nicht der einzige, der Anteile hält. © getty
Ohne die Investitionen von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wäre der Höhenflug des Teams nicht möglich gewesen. © getty
Die Anteile des FC Port Vale wurden von einem sehr großen und weltberühmten Fan gekauft. Dieser ist in der Pop-Musik-Branche tätig. © getty
Der fußballfanatische Robbie Williams erfüllte sich damit einen Kindheitstraum. © getty
Steven Gerrard, Kapitän des FC Liverpool, spielt seit seinem neunten Lebensjahr für den Verein © getty
Sein Klub wurde 2007 von den US-amerikanischen Geschäftsleuten George Gillet (r.) und Tom Hicks für 470 Millionen Pfund gekauft. Gillett verdient sein Geld mit dem Vertrieb von Medien und Fleischwaren. Hicks ist Mitbegründer einer Investment-Firma © getty
Der UEFA-Cup-Sieger von 2009 Schachtar Donezk spielt seit Jahren mit vielen Brasilianern und konnte zuletzt das Viertelfinale der Champions League erreichen. © getty
Die ganzen internationalen Erfolge verdankt der Klub aus der Ukraine dem Multimilliardär Rinat Achmetow. Der Sohn eines Bergmannes besitzt 30 Unternehmen und kontrolliert somit die ostukrainische Stahl- und Kohleindustrie. © getty
Dortmunds Europa-League-Gegner Karpaty Lwiw wird von Petro Dyminsky einem ukrainischen Geschäftsmann geführt und kann dadurch international auf sich aufmerksam machen. © getty
Die SpVgg Unterhaching will mit einem arabischen Investor zusammenarbeiten. Mit Khalifa Saif Al Muhairibi, dem Vorsitzenden einer Investmentbank aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, ist eine Kooperation vereinbart worden. Das Foto zeigt Coach Heiko Herrlich © dpa

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