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Vollmann: "Haben nicht mutig genug gespielt"

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München - Nach dem Remis gegen den VfR Aalen herrschte bei den Löwen eine Mischung aus Erleichterung über den Ausgleich und Ratlosigkeit über die gezeigte Leistung vor dem Gegentor.

Die Sonnenfinsternis („Sofi“) ist ein höchst seltenes Naturereignis. Ihre verlotterte Schwester, die „Löfi“, gibt es alle zwei Wochen, wenn der Zweitligaspielplan die Löwen dazu zwingt, ein Fußballspiel vor eigenem Publikum auszutragen. Gegen Aalen durften die offiziell 16.700 Zuschauer in der Fröttmaninger Arena mal wieder sämtliche Facetten eines sogenannten 1860-Heimspiels erleben. Dutzendweise Fehlpässe, groteske Laufwege, Ideenlosigkeit in Vollendung. Immerhin sprang durch Rodris Premierentreffer am Ende ein Punkt heraus, der im Abstiegskampf noch Gold wert sein könnte. Dumm nur, dass auch das nächste Spiel gegen Aue am Ostersonnntag wieder in der Arena stattfindet.

„Wenn wir da an die letzten 20, 25 Minuten gegen Aalen anknüpfen können, dann gewinnen wir das“, sagte Korbinian Vollmann nach dem Schlusspfiff. Lobenswerterweise vergaß der 21-jährige Offensivmann auch nicht die 65, 70 Minuten davor zu erwähnen. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nicht mutig genug gespielt“, sagte Vollmann. „Aalen hatte sich gut auf uns eingestellt, aber damit müssen wir klarkommen.“ Ein Unentschieden sei besser als eine Niederlage. Immerhin habe man den direkten Konkurrenten Aalen mit dem 1:1 auf Distanz gehalten.

Das war’s dann aber auch mit den positiven Aspekten dieses finsteren Abends. Kapitän Christopher Schindler blickte ziemlich ratlos drein, als er die Partie zusammenfassen sollte. „Es ist schon auffällig, dass wir immer erst dann anfangen, Fußball zu spielen, wenn wir in Rückstand geraten.“

Tja, der Mut dieser Löwen ist halt oft nur der Mut der Verzweiflung.

lk

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