Maget wurde es zu bunt

Aufsichtsrat Christian Ude verließ die Delegiertenversammlung schon nach gut einer Stunde wieder. Sein Parteifreund und Vizepräsident Franz Maget dürfte den OB beneidet haben.

Denn als Versammlungsleiter musste er bis zum Ende durchalten. Auch wenn’s schwer fiel. „Das dauert ja endlos“, stöhnte Maget irgendwann gegen halb sechs, als die Diskussionen um eine geplante Satzungsänderung nicht aufhören wollten. Maget flehend: „Bitte stimmen wir endlich ab. Die Delegierten gehen schon reihenweise heim.“ Rund fünf Stunden dauerte die Versammlung auf dem Nockherberg, ehe mit der Bestätigung des neuen Präsidiums endlich ein Ende gefunden war.

Aber es gab ja auch viel zu besprechen und zu fragen. Zum Beispiel, wa­rum der TSV 1860 einen nicht gerade billigen Scout (kostet rund 240 000 Euro im Jahr inklusive Spesen) beschäftigt, wo dieser doch noch keinen erfolgreichen Transfer nachzuweisen habe. Oder warum ein Mentaltrainer angestellt ist. Stefan Reuters Antwort: „Der Scout beobachtet unsere kommenden Gegner und besucht internationale Juniorenturniere. Der Mentaltrainer ist vor allem für die jungen Spieler da, damit sie sich weiterentwickeln.“

Ein Thema waren natürlich auch die zuletzt aufgekommenen Dissonanzen zwischen Reuter und Vize Hasenstab, als es um unterschiedliche Auffassungen bei den Einsparmöglichkeiten ging. Alles aber wieder in Butter, wenn man Präsident Beeck Glauben schenken darf: „Zwischen Präsidium und Geschäftsführung passt kein Blatt Papier.“ Na ja. Aufsichtsratschef Peter Lutz warnte immerhin: „Wir dürfen anderen kein Schauspiel bieten, wo sich Löwen in der Löwengrube zerfleischen.“

cm

Bilder von der Delegiertenversammlung des TSV 1860 München

Fotostrecke

Quelle: tz

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare