Riesenlob für Coach von Ahlen

1860-Oldie Aygün: Lust auf die Dritte Liga

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Necat Aygün fühlt sich bei den kleinen Löwen mittlerweile pudelwohl.

München - Necat Aygün hat seine Rolle als Helfer bei den kleinen Löwen so sehr verinnerlicht, dass er sich sogar einen Verbleib bei 1860 II vorstellen kann. Unter zwei Voraussetzungen.

Könnte ja als gutes Omen herhalten: Das saarländische Elversberg, wo die kleinen Löwen am Mittwoch (18.30 Uhr) im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Dritte Liga ran müssen, liegt nur einen Kilometer von Neunkirchen entfernt.(Wir begleiten das Spiel heute Abend vor Ort ab 18 Uhr im Live-Ticker.)

Und dort – die Älteren wissen es – hat der TSV 1860 im Meisterjahr 1966 mit einem 9:1 seinen höchsten Sieg in der Bundesliga gefeiert. Necat Aygün , Jahrgang 1980, kann sich daran natürlich nicht erinnern. Trotzdem hat er mit seinen 32 Jahren genügend Erfahrung, um dem Fußball-Kindergarten von Trainer Markus von Ahlen weiterzuhelfen.

Und Aygün macht’s richtig Spaß. Obwohl der Innenverteidiger zum Rückrundenbeginn von Cheftrainer Alexander Schmidt aus dem Profikader verbannt wurde, „um der U 21 zu helfen“, wie es hieß.

Die ersten Wochen waren nicht leicht für ihn. „Aber dann“, sagt Aygün, „habe ich die Aufgabe angenommen und akzeptiert. So ist es halt: Natürlich hätte ich mir gern die erste Liga als Aufstiegsziel im Jahr 2013 vorgenommen, jetzt ist es halt die dritte. Diese Spiele jetzt gegen Elversberg sind in dieser Saison mein persönliches Highlight.“

Was die junge Truppe ausmacht, die in der Rückrunde von Sieg zu Sieg geeilt ist? Aygün sagt: „Die Mannschaft ist vom Charakter her einfach top. Und Trainer von Ahlen handhabt das einfach überragend, wie er mit den Jungs umgeht. Er geht auf jeden Spieler ein und vermittelt auch jedem das Gefühl, wichtig zu sein. Ein 1-A-Trainer.“

Dass die Elversberger insgesamt etwas mehr an Erfahrung auf den Platz bringen, juckt Aygün wenig. „Unser Trumpf ist die Unbekümmertheit“, glaubt er, „und der für viele erste Auftritt in der Allianz Arena beim Rückspiel am Sonntag wird auch keinen lähmen. Und sollte es bei dem ein oder anderen einen Anflug von Aufgeregtheit geben, dann wird die nach dem Anpfiff ganz schnell weggeblasen sein.“

Aygün hält viel von den Talenten im Löwen-Nachwuchs. „So was wie die Bender-Zwillinge ist natürlich nicht dabei“, sagt er, „die kriegst du ja auch nicht jedes Jahr. Aber einige sind richtig talentiert: Wannenwetsch zum Beispiel, der ja auch schon bei den Profis gespielt hat, oder mein Innenverteidiger-Kollege Manuel Bühler, und natürlich Koussou, der auch schon bei den Profis zum Einsatz gekommen ist. Der Nono ist spielerisch extrem stark und bringt als Verteidiger einen brutalen Offensivdrang mit. Ich würde ihn ja noch lieber in einer offensiven Rolle auf dem Flügel sehen. Das hat er ja auch schon gespielt.“

Wie die Zukunft von Aygün aussieht, ist noch nicht klar. Sein Profivertrag läuft noch bis 2014, und er sagt: „Wenn wir den Aufstieg schaffen, könnte ich mir schon vorstellen, unter einem Trainer von Ahlen auch in der Dritten Liga weiterzumachen. Bleiben wir in der Regionalliga, dann kann ich noch nicht sagen, wie es weitergeht."

tz

Quelle: fussball-vorort.de

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