"1860 hat sich gut verstärkt und kann angreifen"

Rummenigge lobt die Löwen

Versöhnliche Worte: Karl-Heinz Rummenigge traut den Löwen einiges zu.
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Versöhnliche Worte: Karl-Heinz Rummenigge traut den Löwen einiges zu.

Da schau her: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge findet plötzlich wieder sanfte und freundliche Töne für die Löwen.

„1860 hat sich in dieser Saison gut verstärkt“, lobte er, „und ich finde es gut, dass der Verein jetzt, nach Jahren der Konsolidierung, wieder angreift.“ Gut zwei Jahre ist es her, da hatte Rummenigge für den blauen Nachbarn kein gutes Wort mehr übrig gehabt. „Wir hatten die Wahl zwischen Pest und Cholera“, sagte er damals geringschätzig, nachdem die Bayern den TSV 1860 durch den Abkauf der Rechte an der Allianz Arena (für elf Millionen Euro) vor der drohenden Insolvenz gerettet hatten. Wobei er offen ließ, ob die Löwen jetzt für Pest oder Cholera standen…

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Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Vor allem die Verpflichtung von Heimkehrer Benny Lauth hat bei Rummenigge Anerkennung hervorgerufen. „Ich habe Lauth schon immer für einen guten Stürmer gehalten“, sagte er, „und ich denke, dass 1860 in der kommenden Saison durchaus ein Wörtchen oben mitreden kann. Aber man sollte die Ziele nicht gleich wieder zu hoch hängen, und der Mannschaft Zeit zur Entwicklung geben.“

Ein Vorteil bei diesem Vorhaben: Das Umfeld beim TSV 1860 ist nach diversen Abgängen in der Führungsriege (Ziffzer, von Linde, Wettberg) wieder zur Ruhe gekommen. Vizepräsident Franz Maget, der gestern am Trainingsplatz an der Grünwalder Straße vorbeischaute, wies bei dieser Gelegenheit ausdrücklich noch mal darauf hin: „Ist sie nicht schön, die neue Harmonie? Jeder redet mit jedem, und keiner fragt mehr danach, aus welchem Lager er stammt.“

Präsidium und Geschäftsführung seien zudem in ständigem Kontakt. Maget: „Ob jetzt bei Sitzungen oder mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel wie E-Mail und so weiter.“

Wobei sich Ex-Geschäftsführer Stefan Ziffzer und der ehemalige Präsident Albrecht von Linde auch häufig E-Mails geschrieben haben. „Ich weiß, ich weiß“, grinst Maget, „aber da waren die Inhalte nicht so erfreulich.“

Unter anderem wurde der Präsident per elektronischer Post schon mal aufgefordert, doch seinen Wagen bitte vom Parkplatz zu entfernen, da er anderen Besuchern den Platz wegnehme…

Nur eins von vielen Scharmützeln, mit denen die frühere Führung viel Zeit verschwendete. Unvergessen auch die Nummer im Wintertrainingslager auf Teneriffa, als von Linde und sein Vize Wettberg nicht im Mannschaftsquartier wohnen durften, sondern auf eigene Kosten in einem anderen Hotel übernachten mussten.

Probiert Maget nächste Woche selbst aus, ob sich in dieser Beziehung was geändert hat, wenn die Löwen in Bad Radkersburg ihr Trainingslager beziehen? „Ich selbst habe keine Zeit hinzufahren, aber Präsident Rainer Beeck wird’s wahrscheinlich tun. Und ich denke, er wird dann wohl auch ein Zimmer im Mannschaftshotel bekommen…“

Spielplan des TSV 1860 für die Saison 2008/09 (Hinrunde)

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Quelle: tz

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