Löwen-Keeper mit neuem Rekord / Kurz ist auf seine Defensive stolz

Tschauner besser als Radi

Löwen-Keeper Philipp Tschauner mit einer Parade - der Sieg in Rostock war bereits sein sechstes Zu-Null-Spiel in dieser Saison
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Löwen-Keeper Philipp Tschauner mit einer Parade - der Sieg in Rostock war bereits sein sechstes Zu-Null-Spiel in dieser Saison

Ein alter Spruch aus dem American Football lautet: "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften."

Na dann sollte sich der TSV 1860 vielleicht doch schon mal drauf einrichten, dass es im Mai nächsten Jahres was zu feiern geben könnte, denn: Auch wenn man es angesichts des derzeitigen Tabellenplatzes (Rang acht) kaum für möglich halten möchte: Die Löwen besitzen die stärkste Defensive im gesamten deutschen Profifußball (erste, zweite und dritte Liga). Nur elfmal schlug es in den bisherigen vierzehn Spielen im blauen Gehäuse ein.

1860 gegen Rostock: Die Löwen in der Einzelkritik

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Klar, dass Marco Kurz mit dieser Quote absolut zufrieden ist. „Das Abwehrverhalten stimmt“, sagt der Löwen-Coach, „gegen uns ist es ganz schwer, Tore zu erzielen.“

Mittlerweile. Denn Kurz hat natürlich nicht vergessen, „dass wir in den ersten drei Spielen, die alle verloren gingen, bei den Gegentoren große individuelle Fehler gemacht haben.“

Nie aber der Torhüter. Philipp Tschauner spielt eine bärenstarke Saison bisher, auch wenn Marco Kurz natürlich wenig Lust verspürt, den 23-Jährigen, der zuletzt beim 1:0 in Rostock wieder überragend hielt (sein sechstes Zu-Null-Spiel), herauszuheben: „Er hat den gleichen Anteil daran wie alle anderen Spieler. Philipp ist ein Talent, das noch Entwicklungspotenzial hat. Er ist da, um die Bälle zu halten, darf sich aber nicht davon einlullen lassen, dass es für ihn im Moment so positiv läuft.“

Na ja. Immerhin hat Tschauner dem großen Petar Radenkovic, der Löwen-Torwartlegende schlechthin, einen Rekord abgejagt. Denn noch nie bisher hatte ein Keeper des TSV 1860 nach vierzehn Spieltagen nur elf Gegentore im bezahlten Fußball kassiert. Die alte Bestmarke stammt aus der Meistersaison 1965/66, als der Radi nach vierzehn Spieltagen zwölf mal bezwungen worden war.

Logisch, was Kurz von seiner Truppe am Sonntag gegen Wehen fordert: „Wieder ein zu Null.“ Aber auch einen Sieg. Sonst muss ein anderer Spruch herhalten: Ohne Siege holst du keine Meisterschaften.

Was aus diesen Löwen wurde...

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Quelle: tz

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