Torwartduell ist entschieden – und Hofmann entspannt

Tschauner ist wieder die Nummer eins!

Tschauner vor Hofmann: Wie auf diesem Foto sieht auch die Rangfolge im Löwen-Tor aus.
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Tschauner vor Hofmann: Wie auf diesem Foto sieht auch die Rangfolge im Löwen-Tor aus.

Bad Radkersburg - Die offizielle Bekanntgabe durch Marco Kurz steht zwar noch aus, aber die Torhüterdiskussion ist beim TSV 1860 inzwischen geklärt.

Die Nummer 12 wird die Nummer 1 zwischen den Pfosten: Philipp Tschauner. Michael Hofmann, der zwar die Nummer eins auf dem Rücken trägt, muss sich wieder mal mit der Rolle des Ersatzmanns begnügen. Wie so oft in den zwölf Jahren, die er mittlerweile bei den Löwen unter Vertrag steht. Er selbst gibt sich auch keinen Illusionen mehr hin. Immer wieder hört und merkt man aus seinem Umfeld, dass für ihn die Sache gelaufen ist.

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Schließlich weiß Hofmann, die Signale richtig einzuordnen. Äußern will er sich zu dem Thema zwar noch nicht, aber natürlich ist auch ihm aufgefallen, dass sein Konkurrent Tschauner am Mittwoch gegen Slavia Sofia hinter einer Viererkette spielte, die durchaus als Stammabwehr (Thorandt, Beda, Berhalter, Hoffmann) angesehen werden kann. Hofmann darf am Sonntag im nächsten Test gegen Mlada Boleslav ran, ein Spiel, in dem Kurz wahrscheinlich auch einigen anderen Reservisten in der Defensive eine Chance geben wird. Tschauner also soll sich mit der ersten Wahl in der hinteren Viererkette einspielen, Hofmann muss es nehmen, wie es kommt.

Aber im Gegensatz zu früheren Jahren, als der ehrgeizige Franke solch persönliche Niederlagen nur ganz schwer wegstecken konnte, nimmt er sie diesmal relativ gelassen hin. Torben Hoffmann, der mit Hofmann wie immer in einem Trainingslager das Zimmer teilt, kann es nur bestätigen. „Der Michel ist hier absolut entspannt“, berichtete er.

Und das ist sicher nicht die schlechteste Art und Weise, mit der Situation umzugehen. Hofmann, der im November 36 wird, ist sich im Klaren darüber, dass er nicht mehr der „Mann der Zukunft“ im Löwen-Tor sein kann, sondern eben der auf den Tag genau 13 Jahre jüngere Tschauner. Da macht es wirklich nicht mehr viel Sinn, für Zoff zu sorgen oder sich über eine Entscheidung des Trainers aufzuregen, an der man ohnehin nichts ändern kann.

Und es ist zudem sicherlich klüger, sich als zweiter Mann vorbildlich zu verhalten, wenn man vorhat, nach dem Ende der Karriere weiterhin beim TSV 1860 beschäftigt zu werden. Möglicherweise irgendwann als Torwarttrainer.

Die Löwen im Trainingslager

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Quelle: tz

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