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Lannert über Pokal-Demütigung: „Was mein Gegenspieler mit mir gemacht hat, das merk ich mir“

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Von: Moritz Bletzinger

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Lehrstunde vom BVB: Christopher Lannert erwischt keinen glücklichen Abend gegen Donyell Malen.
Lehrstunde vom BVB: Christopher Lannert erwischt keinen glücklichen Abend gegen Donyell Malen. © Imago/Action Pictures

Im DFB-Pokal gegen den BVB mussten Christopher Lannert noch in der ersten Halbzeit vom Platz. Hoffentlich eine lehrreiche Erfahrung, sagt der Verteidiger des TSV 1860.

München - Es war das erste große Saisonhighlight für den TSV 1860 München. Borussia Dortmund kam zur ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ins Grünwalder Stadion. Und für Christopher Lannert sollte es noch aufregender werden. Der Rückkehrer durfte zum ersten Mal von Beginn an spielen.

Doch der Abend verlief alles andere als erhofft. Nach nur zwölf Minuten kassierte Lannert die gelbe Karte, nach zwanzig Minuten nahm ihn Michael Köllner vom Platz. Höchststrafe für den Außenverteidiger, der mit Gegenspieler Donyell Malen überfordert war.

„Ich war sehr enttäuscht, auch ein bisschen angefressen von der Situation. Ich habe es aber im Endeffekt auch verstanden“, erinnert sich Lannert jetzt in einem Video-Interview mit dem Bayerischen Rundfunk an die Demütigung im DFB-Pokal, „es hätte deutlich besser kaufen können.“

Lannert will aus Pleite gegen den BVB lernen: „Was mein Gegenspieler mit mir gemacht hat, das merke ich mir“

Zu lange wolle er sich damit aber eigentlich nicht beschäftigen, sagt Lannert. Die ersten ein, zwei Tage habe es ihn beschäftigt, dann konnte er es von sich abschütteln.

Ganz einfach nur abhaken und zu den Akten legen möchte er die Begegnung mit dem Vizemeister aber auch nicht. „Es gibt Spiele, in denen nichts klappt. In denen alles schief läuft am Anfang. Dann muss man das als Spieler akzeptieren und sagen: Ich schaue mir das an, was ich besser machen kann. Ich lerne daraus und dann passiert mir das wahrscheinlich nicht mehr“, erklärt Lannert.

„Man muss es als Tipp sehen, was die Dortmunder dann mit uns gemacht haben“, führt er aus, „und was mein Gegenspieler mit mir gemacht hat, das merke ich mir. Und dann weiß ich, dass ich mich in den nächsten Spielen gegen solche Spieler anders verhalten muss.“

DFB-Pokal nur ein kleiner Dämpfer: TSV 1860 fokussiert sich voll auf die Aufstiegsmission

Lernen und steigern, anstatt grämen und abhaken. Christopher Lannert versucht, aus dem Pokal-Debakel das Beste zu machen und etwas mitzunehmen. Auch für den TSV 1860 war die 0:3-Pleite gegen Dortmund ein „Hallo, wach!“-Moment. Während der großen Euphorie zum Saisonstart hatten sich in Giesing viele bessere Chancen gegen den Favoriten ausgemacht.

Abgesehen davon läuft es aber rund für die Mannschaft von Michael Köllner. Die Löwen haben einen neuen Startrekord in der 3. Liga aufgestellt, mussten erst am sechsten Spieltag beim Remis gegen Viktoria Köln die ersten Punkte abgeben. Die Euphorie war schnell wieder da. „Ich gehe davon aus, dass es mit dem Aufstieg klappt“, sagt beispielsweise Torwart Marco Hiller. (moe)

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