Internationales Erfolgserlebnis für den TSV 1860

Blaues Feuerwerk: 1860 München schlägt österreichischen Zweitligisten

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Leichtfüßig: Auch das 21-jährige Offensivtalent Timo Spennesberger durfte in der letzten halben Stunde vorspielen.

Im zweiten und letzten Testspiel des Sommer-Trainingslagers siegten die Löwen mit 3:0 (2:0) beim österreichischen Zweitligisten SV Ried.

Ried – Marius Willsch (4.), Benjamin Kindsvater (39.) und Sascha Mölders (53.) sorgten für Zählbares vor 2500 Zuschauern in der Josko-Arena, Kapitän Felix Weber musste mit Oberschenkelbeschwerden nach 30 Minuten ausgewechselt werden. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, gab Daniel Bierofka umgehend Entwarnung. Mit der Leistung war der Coach zufrieden: „Offensiv war’s richtig gut, defensiv hatten wir ein paar Abstimmungsfehler drin.“

Die Löwen, die kurzfristig ohne Simon Seferings (grippaler Infekt) und den leicht angeschlagenen Daniel Wein auskommen mussten, fanden schnell in die Partie. Bereits nach vier Minuten nutzte Willsch einen Stellungsfehler der Rieder, vollendete halbrechts flach zur Führung. Mölders hätte nach 20 Minuten das 2:0 besorgen können/müssen, sein Kopfball nach Willsch-Flanke flog knapp links am Tor vorbei.

Im Unterschied zum dürftigen Auftritt gegen Blau-Weiß Linz (0:1) sah das Spiel der Sechziger gestern flüssiger und zwingender aus. Im Mittelfeld zogen der erkältungsgeschwächte Efkan Bekiroglu und Nachwuchshoffnung Dennis Dressel die Fäden, als Flügelzange präsentierten sich Kindsvater und der emsige Willsch in ansprechender Form. Dazu kam Keeper Hendrik Bonmann, der im ersten Durchgang zwei Großchancen vereitelte, sowie das Pfostenglück beim Schuss von Bajic (38.). Einen Fangfehler von Bonmann konnten die Rieder kurz vor dem Pausenpfiff ebenfalls nicht nutzen. Wer als Stammkeeper in die neue Saison gehen wird, will Bierofka erst nach dem Mini-Turnier in Heimstetten am Samstag entscheiden.

Die Nummer eins im Sturm ist und bleibt Mölders. Dem Oldie war es vorbehalten, nach einem Konter mit feinem Füßchen zum 3:0 zu vollenden (53.). Der Rest war Wechselei, um (Stamm)Kräfte zu schonen und dem Nachwuchs Spielpraxis zu verschaffen. Die mitgereisten Fans sagen Lieder von der Meisterschaft 1966, trommelten, was die Felle hergaben. Ein bisschen heile Welt kann schließlich nicht schaden in diesen Tagen.  lk

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