Letzter Teil des Interviews

1860-NLZ-Leiter Märkle: Bayern- oder Bundesliga ändert nichts an der Arbeit

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Dieter Märkle plant bereits die kommende Saison, obwohl es  von den Gesellschaftern noch keine Signale zur Finanzierung gibt.

Wie geht es weiter mit dem NLZ der Löwen? Leiter Dieter Märkle wünscht sich schnelle Planungssicherheit und appelliert an die Gesellschafter. Der dritte und letzte Teil über den Nachwuchs des TSV 1860.

Im letzten Teil der Interview-Serie über den Nachwuchs der Löwen spricht Dieter Märkle über die Zukunft des Nachwuchsleistungszentrums, die Problematik, dass die A- und B-Junioren seit zwei Jahren versuchen in die Bundesliga zurückzukehren und die Trennung des ehemaligen U19-Trainers Helmut Lucksch. 

Es gibt verschiedene Szenearien, wie es mit den NLZs weiter geht. Sie haben daran mitgearbeitet, Herr Märkle. Wie sehen diese aus?

Märkle: Es ist immer wichtig, was es für finanzielle Möglichkeiten gibt. Damit steht und fällt viel. Habe ich die Möglichkeit, mehr hauptamtliche Trainer einzustellen, mehr im Bereich Videoanalyse, Reha- und Atlethiktraining zu investieren?

Die Finanzierung steht auf der Kippe bis sich die Gesellschafter geeinigt haben. Wann haben sie Planungssicherheit für die kommende Saison?

Märkle: Die Gesellschafter müssen darüber entscheiden, welche Möglichkeiten da sind. Für uns ist es gut, frühzeitig zu wissen, wo wir hin wollen und welche Möglichkeiten wir zur Verfügung haben. Wir sind schon dabei, Dinge für die neue Saison zu planen.

„Für die Top-Spieler ist es besser, Bundesliga zu spielen“

Sind die hohen Kosten des NLZ ein Knackpunkt, wenn die U17 und U19 nicht in der Bundesliga spielen? 

Märkle: Wird alles an der Spielklassenzugehörigkeit festgemacht, stellt man die ganze Arbeit in Frage. Ob die Mannschaft Bayern- oder Bundesliga spielt, ändert nichts an der täglichen Arbeit. Wir wollen natürlich die bestmögliche Förderung und die Mannschaften sollten deshalb so hoch wie möglich spielen, aber weder die U17- noch die U19-Bayerniga sind ein Spaziergang. Für die Top-Spieler ist es natürlich besser, wenn sie Bundesliga spielen. Gelingt der Aufstieg nicht, können U19-Spieler auch bei den Herren in der Bayernliga spielen oder U17-Spieler rücken in die U19 auf. Im Süden ist die Leistungsdichte extrem, es gibt nur 14 Bundesliga-Plätze, aber viel mehr Leistungszentren.

Bei der U19 ist Trainer Lucksch nach wenigen Wochen wieder zurückgetreten. Warum? 

Märkle: Beim Spiel in Regensburg war ich selbst dabei. Es hat nichts darauf hingedeutet. Wir haben auch am Tag davor nach dem Training noch intensiv gesprochen. Er hat sich dann nach dem Spiel bei mir gemeldet und gesagt, dass er aufhören möchte. Es war sein Wunsch, er war nicht mehr dazu zu bewegen, nochmal darüber nachzudenken. Wir haben seinen Wunsch dann respektiert.

Wie sieht das Anforderungsprofil für den Nachfolger aus? 

Märkle: In der U19 werden die Spieler auf den aktiven Bereich vorbereitet. Der neue Mann soll Erfahrung mitbringen, muss zu Sechzig passen und Werte vermitteln. Wir denken in alle Richtungen, sondieren gerade und führen Gespräche.

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