Drei große Fragezeichen

Ohne Grimaldi: Münchner Löwen reisen ins sonnige Spanien

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Im Trainingslager in Oliva-Nova (Spanien) haben die Löwen ab Samstag gute, aber keine luxuriösen Verhältnisse.

Der TSV 1860 kehrt München den Rücken und fliegt ins wesentlich wärmere Valencia in Richtung Trainingslager. Doch es gibt Probleme, die kann man nicht hinter sich lassen.

München - Ab in die Trainingslager-Sonne! Am Samstag um 14.35 Uhr startet der TSV 1860 mit Lufthansa-Flug 1830 ins spanische Valéncia – von dort geht’s per Bus ins 50 Kilometer südlich gelegene Oliva Nova, wo Daniel Bierofka sein Team bis zum kommenden Samstag auf die Rückrunde der Dritten Liga vorbereiten wird.

16 bis 19 Grad bei meist wolkenlosem Himmel – so lautet die Wetterprognose. Nicht ganz so strahlend ist die Stimmung bei den Sechzigern, die einmal mehr ein wirres Bild abgeben. Hier unser Überblick:

Das Thema Grimaldi: Bis Freitagmittag war unklar, ob der Stürmer an die Costa del Azahar mitfliegen würde. Dann meldeten die Löwen auf ihrer Homepage, dass Grimaldi neben den verletzten Helmbrecht, Seferings, Kindsvater und Niemann daheimbleiben müsse. Zitat: „Der 27-Jährige hatte gegenüber dem Klub seinen Wechselwunsch in der aktuellen Transferperiode geäußert. Deshalb wurde gemeinsam entschieden, dass er nicht mit ins Trainingslager fliegt, sondern hier bleibt und Angebote sondiert. Er wird mit der U21 trainieren und kann, sollte ein Wechsel nicht zustande kommen, danach wieder ins Training der Profi-Mannschaft einsteigen.“ Grimaldi wollte sich zunächst nicht zur Ausbootung äußern. Teurer wird der Torjäger durch diese Maßnahme sicher nicht.

TSV 1860: Weiter Unklarheit um zukünftige Position von Gorenzel

Das Thema Gorenzel: Eigentlich war der Sportchef davon ausgegangen, seinen Vertrag als neuer Geschäftsführer Sport Anfang der Woche zu „verschriftlichen“. Nun ist immer noch nichts passiert. Das Problem liegt nach unseren Informationen an der Zustimmung des Beirats. Die e.V.-Vertreter haben der Beförderung bereits zugestimmt, warum die Ismaik-Seite noch zögert, ist eines der vielen Rätsel bei 1860.

Von Valéncia geht’s per Bus ins 50 Kilometer südlich gelegene Oliva Nova, wo Daniel Bierofka die Löwen auf die Rückrunde vorbereitet.

Das Thema Finanzen: Geschäftsführer Michael Scharold ist vom Präsidium angewiesen, künftig keine Ismaik-Darlehen mehr aufzunehmen und auch auf eine Finanzierung über Genussscheine zu verzichten. Da der Investor aus Abu Dhabi keine Anstalten macht, den TSV 1860 über ein Sponsoring zu unterstützen, ist ein radikaler Sparkurs unabdingbar. Der Kader soll verkleinert werden, das Nachwuchsinternat und die U21 bieten weiteres Sparpotenzial. „Auf die endgültigen Zahlen warte ich noch“, sagte Daniel Bierofka im Interview. „Es hilft ja nichts, groß rumzulamentieren. Wir müssen damit leben, dass das jetzt so ist.“ Und weiter: „Ich rechne immer mit Wahrscheinlichkeiten. Und wahrscheinlich ist, dass es dann halt länger dauert. Aber dann ist das eben so.“ 

lk

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