Der Neue (18) mit großem Vorbild:

Ignjovski, der Löwen-Gerrard

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Ignjovskis Vorbild: Steven Gerrard

München - Der junge Mann ist offensichtlich mit vielen Talenten gesegnet. Löwen-Neuzugang Aleksandar Ignjovski kann mit dem Ball sehr gut umgehen.

Ignjovskis Vorbild: Steven Gerrard

Das erkennt man allein schon daran, dass viele andere Vereine wie Hertha BSC Berlin, 1899 Hoffenheim oder US Palermo aus der italienischen Serie A hinter ihm her waren. Aber der 18-jährige ist auch auf anderen Gebieten sehr geschickt. In Belgrad hat er eine Ausbildung zum Goldschmied begonnen, und, so verriet Sportdirektor Miki Stevic, „Aleksandar kann auch sehr gut malen und zeichnen.“ Respekt, Respekt. Und, was das fußballerische Vorbild anbelangt, da hat „Aza“, wie er genannt wird, die Latte auch sehr hoch gehängt: „Das ist Steven Gerrard.“ Der Star des FC Liverpool. Ignjovski: „Zu Hause in Belgrad haben viele gesagt, dass ich ihm auch in der Spielweise ähnele.“ Na dann.

Aleksandar Ignjovski: Der Neue im Training

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Sein Licht unter den Scheffel stellt der Mann vom OFK Belgrad jedenfalls nicht. Wohl zurecht, wenn man Ewald Lienen über seinen Neuzugang schwärmen hört: „Ich glaube nicht, dass 1860 in der vergangenen Saison solch einen Spieler wie Ignjovski in seinen Reihen hatte.“ Umso erstaunlicher, dass der Mittelfeldspieler bei den Löwen gelandet ist.

Zu verdanken ist das in erster Linie Miki Stevic. Der verriet: „Ich habe lange nicht mit dem Berater gesprochen, sondern immer nur mit Azas Vater und ihm klar gemacht, dass es für seinen Sohn das beste wäre, wenn er zu uns wechselt. Bei 1860 kommt er zum Einsatz, bei anderen Klubs möglicherweise weniger. Ich kenne genug Beispiele serbischer junger Spieler, die nach Russland oder Italien gegangen sind und dann nicht drangekommen sind. Aber in dem Alter ist es wichtig, dass du immer spielst.“ Und das wird er bei Lienen: „Aza ist eine Mischung aus Sechser und Achter. Ihn nur mit defensiven Aufgaben zu betreuen, wäre deshalb Perlen vor die Säue geschmissen.“

Eine kleine Rolle bei der Entscheidung, zu 1860 zu wechseln, haben wohl auch Fotos gespielt, die Ignjovskis Schwester Jovana ihm nach einem Besuch in München gezeigt hat: „Sie hat auch die Allianz Arena fotografiert, und als ich dieses Stadion gesehen habe, war ich völlig begeistert. Und ich weiß auch, dass 1860 ein Verein mit großer Tradition ist und viele Fans hat.“

Eine Tour durchs ehrwürdige Grünwalder Stadion

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Neben Stevic ist der erste Ansprechpartner für Aza derzeit natürlich sein Landsmann Toni Rukavina. Der kann ihm allerdings in einer Angelegenheit nicht besonders behilflich sein: Beim Deutschlernen. Stevic: Deshalb wird Ignjovski auch ganz schnell einen Sprachkurs belegen. Außerdem wird er im Trainingslager mit einem Spieler auf einem Zimmer liegen, der gut deutsch spricht. Aber Aza ist ein schlauer Junge, der wird die Sprache hier sehr schnell lernen.

Gern würden die Löwen auch noch Mittelfeldmann Ivan Ergic vom FC Basel verpflichten. Lienen. „Ein interessanter Spieler, den wir beobachtet haben.“ Aber Ergic soll es in die Türkei ziehen. Zum Erstligisten Bursaspor.

Claudius Mayer

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