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FCI: Zeit des Schulterklopfens ist vorbei

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Der Titelverteidiger positioniert sich: Der FC Ismaning will unbedingt rauf. Hinten v. l.: Vize-Vorsitzender Harald Lutz, Tobias Bukowski, Rainer Storhas, Franz Hübl, Andreas Fischer, Julian Maurer, Florian Wolf, Präsident Hans Blößl; Mitte v. l.: Cheftrainer Frank Schmöller, Vize-Vorsitzender Josef Steinkohl, Uli Fries, Johannes Volkmar, Anton Siedlitzki, Sebastian Ruhl, Alexander Weiser, Torwarttrainer Harald Huber, Betreuer Sven Leifer; sitzend v.l.: Mijo Stijepic, Bernd Häfele, Gerrit Arzberger, Emilio Pingitore, Christian Horn, Fabian Negele, Thomas Bachinger, Hugo Lopez, Vereinsmaskottchen Anka. Foto: Michalek

FC Ismaning - Vor einigen Wochen hat der FC Ismaning Geschichte geschrieben mit seiner Bayernliga-Meisterschaft, doch für Frank Schmöller ist das Lichtjahre entfernt.

Der Trainer des FCI hat alles getan, damit seine Mannschaft vor dem ersten Spiel gegen den TSV 1860 Rosenheim (Samstag, 15 Uhr, Stadion Leuchtenbergstraße) genauso hart arbeitet wie vor einem Jahr.

Das Minimalziel Regionalliga Süd dürfte der starke Kader sicher erreichen. Der FC Ismaning will unbedingt dabei sein in der Regionalliga Bayern, die künftig die vierthöchste Spielklasse darstellt. Dafür ist Rang neun erforderlich. „Mit dem neunten Platz hätten wir unser Ziel erreicht“, sagt Schmöller, doch für die Zufriedenheit von Trainer Mannschaft und Umfeld sollte es mehr sein.

Der erfahrene Ex-Profi nimmt bewusst nicht die Worte „Meisterschaft“ und Titelverteidigung in den Mund. Er warnt vor „unserem Hauptkonkurrenten Schweinfurt“, Seligenporten und Buchbach, „die sehr gut eingekauft haben.“ Den FCI sieht er unter den besten fünf Teams.

Die Vorbereitung lief nicht optimal, aber nach Jahren der völligen Umbrüche ist diesmal der Stamm des Teams gleich geblieben. Nur Florian Niederlechner ist abgewandert zum Drittligisten SpVgg Unterhaching. Somit streiten Florian Wolf sowie die Neuzugänge Tobias Bukowski und Andreas Fischer um den Platz neben Leistungsträger Mijo Stijepic. Aktuell hat Wolf die Nase vorne, ist aber etwas angeschlagen. Ex-Profi Andreas Fischer braucht noch etwa vier Wochen, bis er für die erste Elf in Betracht kommt.

Von den Neuzugängen ist der Ex-Aindlinger Franz Hübl am nächsten an der Startelf dran. Er könnte auf der Doppelsechs den kranken Thomas Bachinger (Zahnoperation) ersetzen. Johannes Volkmar (Großbardorf) braucht ebenso wie Bukowski (Hof) noch etwas Zeit, um sich an das Tempo der Ismaninger zu gewöhnen. Die Tonart des harten, aber gerechten Trainers Frank Schmöller haben sie schon kennen gelernt. „Ich habe der Mannschaft schon einmal den Fehdehandschuh in die Kabine geworfen“, sagt der Coach, nachdem uns jeder gesagt hat, was für tolle Burschen wir sind.“

Schmöller kennt die Selbstzufriedenheit einer erfolgreichen Mannschaft, die sich zurücklehnt und so schnell einen bösen Sturz von Wolke sieben erleben könnte. Der Trainer kennt den Unterschied zwischen durchfeierter Sommerpause und dem Punktspielstart: „Bislang hat uns jeder auf die Schulter geklopft. Rosenheim klopft auch, aber auf die Schienbeine.“ Ausgerechnet Rosenheim. Der TSV 1860 mit homogenen, kampfstarken und deshalb unbequemen Mannschaft war in der letzten Saison das einzige Team, das in Ismaning gewinnen konnte. Frank Schmöller hat die Mannschaft schon daran erinnert, dass noch eine Rechnung offen ist. Für den Anfang sei der oberbayerische Nachbar „schon ein ziemlicher Brocken.“

Der Meister 2010/11 wird heuer taktisch da weitermachen, wo er aufgehört hat. Mit dem 4-2-2-2 haben die Ismaninger ihr System gefunden und Schmöller sieht keinen Grund zu Änderungen. Auch nach Niederlechners Abgang war es für ihn kein Thema, zu einer Spitze zurückzukehren: „Wir haben gegen den FC Augsburg mit zwei Stürmern gespielt und werden das auch gegen den TSV 1860 Rosenheim so tun.

Nico Bauer

FCI: Horn - Maurer, Ruhl, Weiser, Negele - Storhas, Hiebl (Lopez) - Fries, Häfele - Stijepic, Wolf (Bukowski).

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