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EHC-Ass Hinterstocker bereit fürs DEB-Team

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Hinterstocker ist im Olympia-Perspektivteam © Getty

München - Martin Hinterstocker ist in München aufgeblüht. Der Lohn: Bundestrainer Pat Cortina hat ihn erstmals zur Nationalmannschaft eingeladen. Er wird für den Perspektivkader "Top-Team Sotschi" auf Torejagd gehen.

"Öfter mal was Neues“, sagt Martin Hinterstocker. „Leider hat es aber auch nichts gebracht.“ Was er meint: Normalerweise reist der EHC RB München mit dem Bus zu den Auswärtsspielen, fürs Krefeld-Spiel aber hatte die Mannschaft den Flieger genommen. 1:4 verlor der EHC trotz Hinterstockers zwischenzeitlichem Ausgleich und verbissenem Kampf. Seit einem Monat haben die Münchner nicht mehr in der Fremde gewonnen. Doch Hinterstocker gibt sich bei allem Frust gelassen. Am freien Montag entspannte er erst daheim in Fischbachau, fuhr dann weiter zur Freundin nach Rosenheim. Am Nachmittag besuchten sie dort den Christkindlmarkt. Hinterstocker mag den Schnee und die Weihnachtszeit. Er tankt so Kraft. Und die kann er im Dezember wirklich brauchen, denn „jetzt ist eine wichtige Zeit. Um Weihnachten sind viele Spiele“, sagt der Stürmer. „Der Abstand nach oben ist nicht so groß. Da zählt jeder Punkt.“ Dass der EHC – derzeit Elfter – im Kampf um die Pre-Playoffs noch mitredet, liegt an der Heimstärke, die am Freitag wieder gefragt ist. Denn Gegner ist Nürnberg, derzeit Zehnter.

Der Dezember ist für den EHC auch ein wichtiger Monat in puncto Übernahme durch Red Bull. Hinterstocker, der beim EHC bis 2014 einen Vertrag hat, sagt: „Wir wissen auch noch nicht, wie es weitergeht.“ Er hofft, dass der Konzern beim EHC bleibt und bald Klarheit herrscht. Bei seiner Station Düsseldorf bekam er mit, wie sich Unsicherheit breit machte, je länger Unklarheit herrschte.

In Düsseldorf, dem damals stargespickten Team, war der 23-Jährige noch Bankdrücker. In seinem Geburtsort München hat der frühere Jugendnationalspieler sein Talent entfaltet. „Es hat sich einiges zum Positiven verändert“, sagt er. „Das war ein großer Sprung für mich. Ich möchte nicht mal sagen, dass ich das so erwartet hätte. Die Tore und Scorerpunkte kommen wie von allein.“

Ein paar Tage nach Nikolaus wird er dann für seine tollen Lesitungen belohnt: Bundestrainer Pat Cortina hat ihn erstmals zur Nationalmannschaft eingeladen. Bei den Länderspielen gegen Russland wird er für den Perspektivkader „Top-Team Sotschi“ auf Torejagd gehen. Bei den Hinterstockers ist Martins DEB-Debüt natürlich ein großes Thema: Sein Vater und sein Onkel waren auch schon Nationalspieler, bei großen Turnieren dabei. Und Martin meint, es wäre ein Traum, in diese Fußstapfen zu treten.

M. Wimösterer

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