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EHC-Brüder gewinnen im Derby gegen Nürnberg

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Jason Ulmer (m.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Mike Kompon (li.) und Bryan Adams. © sampics

München - Der EHC München siegte im Derby gegen die Nürnberg Ice Tigers klar. Jason Ulmer avancierte in der Olympia-Eishalle zum Held des Abends.

Die große Frage im Spiel des EHC RB München gegen die Nürnberg Ice Tigers: Wer gewinnt das doppelte Bruderduell? Paul (EHC) oder Yan Stastny? Jochen (EHC) gegen Patrick Reimer? Klare Antwort: Die Münchner. Am Ende hieß es 3:0.

Die entscheidende Rolle in Form von Toren hatten die Bruderpaare allerdings nicht. In ihrem Schatten entwickelte sich ein anderer Spieler zum Held des Abends: Jason Ulmer. Dabei war sein Einsatz unter der Woche noch fraglich, schließlich ist er nach einem Schleudertrauma vor sechs Wochen noch nicht wieder bei 100 Prozent angekommen. Und da nur neun Ausländer pro Spiel auflaufen dürfen, der EHC aber zehn fitte Kontingentspieler hat, musste einer auf die Tribüne. Trainer Pat Cortina entschied sich anstatt Ulmer aber für Lubor Dibelka. Und Ulmer – ausgerechnet – schoss den EHC in der 8. Minute in Front!

Der Spielmacher spielte mit speziellem Nackenschutz, einer Erfinung von EHC-Physio Jörg Mayer. Ulmer ging furchtlos und stürmisch ins Spiel, wie überhaupt der EHC. Der EHC war bereit für dieses, wie es Manager Christian Winkler nannte, „Playoffspiel“. Hätten die Münchner gegen den Zehnten Nürnberg verloren – die Playoffränge wären irgendwo hinterm Weißwurstäquator verschwunden.

Dass es nicht so kam, lag auch an Ulmer. Im tz-Interview hatte er angekündigt: „Ich will die zweite Reihe führen. Wenn wir mehr als ein Drittel der Spiele gewinnen wollen, brauchen wir mehr als unsere starke erste Reihe, die trifft.“ Und Ulmer setzte seine Wort in Tat um: Denn auch das zweite Tor gelang der zweiten Formation des EHC: Knapp fünf Minuten nach der Führung erhöhte Rekordtorjäger Mike Kompon auf 2:0.

Die Ice Tigers, immerhin eines der talentiertesten Teams der Liga, beendeten erst danach ihr Winterschläfchen. Da waren ihnen die Zähne schon gezogen. Ryan Kavanagh (34.) erhöht in Überzahl auf 3:0. Paul Stastny hatte vorbereitet. Er gewann das Duell gegen Bruder Yan glasklar, auch wenn ihm trotz Zaubereishockey kein Tor gelang.

"Pat" steht NICHT für "Patrick"! Cortina im Mini-Porträt

Auch Jochen Reimer hatte vor den 3529 Zusehern die Nase gegen seinen Bruder Patrick vorn. Der Münchner Torwart feierte einen shut-out. Patricks auffälligste Szene blieb hingegen die Ringeinlage acht Minuten vor Ende mit Sören Sturm, die beiden vorzeitig die Dusche einbrachte und remis endete. Ansonsten: Klare Sache für die EHC-Brüder. Und der Weißwurstäquator ist dank Ulmers Leidenschaft wieder ein Stückerl näher an die Playoffplätze herangerückt.

wim

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