Bitteres Spiel gegen Eisbären

Desaströser Sonntag für EHC: Heimpleite und schwere Verletzung

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Schock gegen Berlin: Für den am Boden liegenden EHC-Spieler Abeltshauser ist die DEL-Saison wohl beendet.

Die höchste Playoff-Heimniederlage war noch nicht das schlimmste am Duell gegen die Eisbären Berlin: Leistungsträger Abeltshauser verletzte sich schwer und fällt wohl bis Saisonende aus.

München - Eishockey-Nationalspieler Konrad Abeltshauser krümmte sich auf dem Eis, vor Schmerzen schreiend. Erst nach minutenlanger Behandlung konnte der 26-Jährige, gestützt von den Betreuern, in die Kabine gebracht werden - mit Verdacht auf Kreuzbandriss und Saison-Aus. Auf dem Weg zum vierten Meistertitel in Folge ist Red Bull München böse ausgerutscht. Dabei schmerzte die schwere Verletzung mehr als die 0:3-Heimpleite gegen die Eisbären Berlin. "Er war in den letzten Spielen einer der Besten auf dem Eis", sagte Stürmer Maximilian Kastner, "es tut natürlich weh, wenn man so einen Mann verliert." Im Zweikampf an der Bande hatte sich Abeltshauser unglücklich mit James Sheppard verhakt, der Berliner fiel auf sein Knie.

Trainer Don Jackson sprach, wie in der Branche üblich, nur von einer "Unterkörperverletzung". Höchstwahrscheinlich eine folgenschwere: Denn der Abwehrspieler, der uns kürzlich noch ein ausführliches Interview gab, dürfte damit auch für die Eishockey-WM 2019 in der Slowakei (10. bis 26. Mai) ausfallen.

Abeltshauser muss zuschauen, wenn seine Teamkollegen am Freitag (19.30 Uhr) erneut versuchen, den vierten Sieg gegen die Eisbären und damit den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) perfekt zu machen. Das Selbstbewusstsein hat trotz der höchsten Heimniederlage in den Playoffs seit vier Jahren nicht gelitten. "Wir wissen, was wir können", sagte Olympia-Silbermedaillengewinner Yannic Seidenberg: "Dann gewinnen wir eben in Berlin." Im immerhin 26. Duell der beiden Klubs innerhalb von gut zwei Jahren.

DEL-Playoffs: Adler Mannheim souverän im Halbfinale

Einen Schritt weiter ist der große Widersacher Adler Mannheim. Der Hauptrundensieger steht nach dem 7:4 gegen die Nürnberg Ice Tigers bereits in der Runde der letzten Vier und kann entspannt abwarten, gegen wen es am 3. April weitergeht. Wieder einmal war auf Markus Eisenschmid Verlass. Der Nordamerika-Heimkehrer schoss die Adler mit seinem sechsten Play-off-Tor kurz vor der zweiten Drittelpause entscheidend mit 4:3 in Führung. Auf spektakuläre Weise: Wie mit einem Baseballschläger beförderte der 24-Jährige, der im Sommer nach fünf Jahren in Übersee nach Deutschland zurückgekehrt war, den vom Torgestänge hochspringenden Puck ins Netz.

Dabei war der Nationalspieler zu diesem Zeitpunkt gar nicht standesgemäß gekleidet: Der rote Helm des Mannheimer Topscorers war zu Bruch gegangen, er trug blau wie seine Mannschaftskollegen. Erst im Schlussdrittel schmückte ihn wieder die Kopfbedeckung des erfolgreichsten Angreifers. "Wir sind froh, dass wir nicht mehr nach Nürnberg müssen", sagte Trainer Pavel Gross, der neun Tage Zeit für die Vorbereitung auf das Halbfinale hat.

Ein Sieg fehlt noch den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt. Augsburg kämpfte sich nach 1:3-Rückstand gegen die Düsseldorfer EG noch zu einem 4:3 nach Verlängerung. "Das ist Wahnsinn", sagte Stürmer Thomas Holzmann. Ingolstadt verpasste beim 2:4 bei den Kölner Haien den notwendigen vierten Sieg. "Freitag daheim", meinte U20-Nationalspieler Tim Wohlgemuth voller Selbstbewusstsein, "sollte es kein Problem sein."

SID/PF

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