"100 Prozent fragwürdig"

Schiedsrichter-Zoff beim EHC!

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München - Mehrere Schiedsrichter-Entscheidungen der Partie EHC gegen Düsseldorf sind bei den Münchnern höchst umstritten. Ein Pfiff gilt sogar als "zu 100 Prozent" fragwürdig.

„Ich bin einer, der eigentlich nie über die Schiedsrichter schimpft, weil das nicht meine Art ist“, sagte Felix Petermann. Der Leitwolf des EHC München fällt in der Tat sehr selten mit Kritik an Unparteiischen auf. Doch nach der 1:2-Niederlage in Düsseldorf war Petermann „kurz davor, dass ich mich riesig darüber aufrege.“ Der EHC München fühlte sich verpfiffen.

Petermann, das war im klubeigenen Radio zu hören, war wirklich angefressen über den Auftritt des Schiedsrichters Georg Jablukov. „Weil er gegen uns eigentlich alles versucht hat zu pfeifen, was irgendwie ging. Und gegen die Düsseldorfer eigentlich gar nix.“ Unterzahlspiele gegen Düsseldorf sind besonders ärgerlich, denn wenn der Tabellenletzte etwas kann, dann Überzahltore! 26 der 55 Saisontore hat die DEG im Powerplay getroffen, Alexander Preibischs beide Tore vom Dienstag eingerechnet. Beide fielen im Schlussabschnitt.

"Das war zu 100 Prozent ein fragwürdiger Pfiff"

Und besonders die Entstehung des zweiten kritisierten die Münchner. Sieben Minuten vor Ende, bei einem umstrittenen Zweikampf, pfiffen die Unparteiischen gegen Nick Palmieri. „Das war zu 100 Prozent ein fragwürdiger Pfiff“, meinte Stürmer Darren Haydar. Petermann meinte: „Die sch*** Strafe nimmt uns die drei Punkte.“

Haydar ärgerte sich über mehrere umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen und meinte: „Das scheint uns öfter zu passieren als den anderen Teams.“ Als Rezept empfahl er: „Wir dürfen uns erst gar nicht in die Situation bringen, in denen die Schiedsrichter gegen uns entscheiden können.“ Der EHC hat DEL-weit am meisten Strafzeiten kassiert. Strafen im Schlussabschnitt haben dem EHC schon mehrmals Punkte gekostet – ob nun gerechtfertigt oder nicht.

Petermann: „Wir waren die bessere Mannschaft. Wir können uns nicht viele Vorwürfe machen, bis auf die Chancenauswertung.“ Eine Einschätzung, die nicht alle teilten. Trainer Pierre Pagé vermisste die Konstanz der vorigen drei Partien: „Wir haben so lala gespielt.“ Indiz: Insgesamt verzeichnete Düsseldorf mehr Torschüsse.

wim

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