Auslosung am Freitag in Helsinki

CHL-Achtelfinale: EHC wartet auf Gegner - kommt es zum Bruder-Duell?

Gespannt blickt der EHC Red Bull München am Freitag auf die Auslosung des Achtelfinals der Champions Hockey League. Gegen wen wird es gehen? Kommt es zum Bruder-Duell?

Mit einem absolut irren Finish hat sich der EHC Red Bull München am Dienstag doch noch den Gruppensieg geholt und ist somit als gesetztes Team ins Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) eingezogen. Das bedeutet nicht nur, dass der Deutsche Meister das Rückspiel am 7. November im heimischen Olympia-Eisstadion bestreiten wird (Hinspiel am 31.10./01.11.), sondern auch, dass er den Topteams wie Tappara Tampere, die Malmö Redhawks oder Titelverteidiger Frölunda Göteborg und auch dem zweiten deutschen Achtelfinalisten Adler Mannheim aus dem Weg geht.

Dennoch sind im Lostopf der Gruppenzweiten attraktive Gegner, auf die sich der EHC freuen würde. Neben drei tschechischen und zwei Schweizer Mannschaften sind noch je ein österreichischer und ein finnischer Vertreter als möglicher Kontrahent der Red Bulls in der Ziehung. Die Auslosung findet am Freitag um 12 Uhr in Helsinki statt, sie ist im Live-Stream auf der Internetseite der CHL zu sehen. Übrigens: Hier entscheidet sich auch schon der weitere Turnierverlauf, die nächsten Runden ergeben sich aus der Ziehung am Freitag.

Die CHL-Auslosung im Visier: Steve Pinizzotto.

Bislang sind die Red Bulls ohne Sieg in einer K.o.-Runde der CHL - das soll sich heuer ändern. 

Das sind die möglichen Gegner des EHC Red Bull München

EC Red Bull Salzburg: Für die Münchner Fans wäre es die kürzeste Anreise und das wohl herzlichste Achtelfinale: Ein „RB-Derby“ gegen den siebenfachen österreichischen Meister. Eine kurze Anfahrt und das erste Duell mit dem Bruder-Team würde wohl nur für volle Ränge sorgen. In der Vorrunde ließ Salzburg neben Banská Bystrica auch die Grizzlys Wolfsburg hinter sich.

Kometa Brünn: Als Sechster der Vorrunde wurde Kometa in der vergangenen Saison überraschend erstmals seit 51 Jahren wieder tschechischer Meister. Im Finale sweepten sie den Titelverteidiger Liberec. In der diesjährigen CHL setzte sich Kometa gegen KalPa Kuopio und die Stavanger Oilers durch. Zu unterschätzen sind die Tschechen also nicht.

JYP Jyväskylä: Dass der EHC auch skandinavische Mannschaften schlagen kann, bewies er in der Vorrunde. Kommt es im Achtelfinale wie schon 2015 und 2016 wieder zu einem Duell mit Nordeuropäern? Ein Wunschlos wäre das Team aus Mittelfinnland wohl nicht - alleine schon wegen der Anreise.

HC Oceláři Třinec: Die Tschechen waren in der Gruppenphase Gegner der Adler Mannheim, wurden hinter ihnen Zweiter. Zu Hause schoss Třinec die Adler mit 3:0 aus der Halle, in der SAP Arena behielt Mannheim mit 6:2 die Oberhand. Einmal wurden die Osttschechen Meister, das war 2011.

Bílí Tygři Liberec: Der Vize-Meister Tschechiens konnte in der Gruppenphase den bekannten HC Davos und die Cardiff Devils hinter sich lassen. Die weißen Tiger aus dem deutsch-polnisch-tschechischen Dreiländereck sind Stammgast in der CHL, kamen bis dato aber über das Achtelfinale nicht hinaus.

SC Bern: Gibt es ein Wiedersehen mit dem Schweizer Meister? Der EHC Red Bull München schlug in der Vorbereitung auf die Saison den SC Bern mit 7:2 - ein gutes Omen? Diesmal würde das Duell wohl ausgeglichener ablaufen. Auf den Rängen wäre es eine Party, die Berner haben den höchsten Zuschauerschnitt (rund 16.400 in der vergangenen Saison) in ganz Europa.

ZSC Lions Zürich: Hinter dem Titelverteidiger Frölunda Göteborg qualifizierte sich Zürich für das CHL-Achtelfinale, ließ dabei Klagenfurt und Gap hinter sich. Der achtfache Meister und Champions-League-Sieger von 2009 trägt seine Heimspiele im legendären Hallenstadion Zürich aus.

fw

Rubriklistenbild: © GEPA Pictures

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