EHC: So verspeisen wir die Fischköpfe

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Auch die EHC-Fans wollen am Sonntag die Fischköpfe aus Bremerhaven verspeisen.

München - Ich liebe Fisch“, schwärmt David Wrigley. Der Stürmer des EHC München ist ein echter Experte, was das Thema angeht: Er stammt aus der Gegend um Washago in Kanada, die auf Tourismusseiten gerne als Seenland Ontarios angepriesen wird.

Später spielte er für die Victoria Salmon Kings, zu deutsch: die Königslachse aus Victoria. Danach war er in Pensacola aktiv. „Da gibt es Shrimps und Meeresfrüchte – lecker!“ Am Sonntag um 18.30 Uhr wartet auf Feinschmecker Wrigley ein Festmahl: Dann kommt Bremerhaven in die Eishalle, das sich in der Eishockey-Liga Fischtown nennt. Unter Fußballfans sind die Spieler von Werder Bremen „die Fischköpfe“, im Eishockey trifft es die Bremerhavener.

Doch einfach so fangen und verschlingen lassen sich die nicht, ahnt Wrigley: „Die schaffen es jedes Spiel aufs Neue, dass wir uns schwertun gegen sie.“ EHC-Trainer Pat Cortina meint: „Bremerhaven hat einen guten Torwart und sie arbeiten hart.“ Aktuell rangiert Bremerhaven auf Tabellenplatz neun. Deshalb sagt Cortina: „Die Gefahr für uns ist, dass das Spiel gegen Bremerhaven in der Mitte zwischen zwei Spielen gegen Tabellenführer Schwenningen liegt. Wir müssen uns am Sonntag auf den Sonntag konzentrieren.“

Im Hinspiel gewann der EHC mit 4:2, Wrigley schoss eines seiner sieben Saisontore. Mit 17 Scorer-Punkten ist er derzeit zweitbester Münchner nach Mike Kompon. Er erklärt: „Meine Reihe hat im vergangenen Jahr schon zusammengespielt, das hilft. Austin Wycisk und Dylan Gyori sind hervorragende Passer.“ Jetzt hat Trainer Cortina die Reihen ein wenig umgebaut: Für Gyori spielt jetzt Routinier Niklas Hede in Wrigleys Reihe. Cortina hat nun, nachdem sich das EHC-Lazarett lichtet, wieder die Qual der Wahl: In den fünf Trainingseinheiten unter der Woche hatte er 20 Spieler plus zwei Torhüter zur Verfügung.

Am Freitag war auch noch Benjamin Barz zu Gast. Der Angreifer spielte in den vergangenen beiden Jahren für München, wechselte aus Zeitgründen dann nach Landsberg. Beim Oberligisten überzeugte Barz mit sieben Scorerpunkten in sieben Spielen. Eine Rückverpflichtung sei aktuell aber nicht geplant, sagte Teamsprecher Carsten Zehm auf Anfrage der tz.

 

Martin Wimösterer

Quelle: tz

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