Kavanagh spricht über seine Spielweise

"Lieber nicht über Red Bull reden"

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Ryan Kavanagh

München - Ryan Kavanagh ist der Beweis, dass man als Verteidiger auch mit wenigen Strafminuten auskommen kann. Er erzählt, dass er es als Jugendlicher nicht mit der Defensive hatte.

„Let’s wrestle“, sagte Maurizio Mansi und imitierte einen Ringer vor Kampfbeginn. Dann packte sich der Co-Trainer des EHC RB München seinen Gegner. Doch Seppi rührte sich nicht. Der junge Bernhardiner, das Kabinenmaskottchen von Ex-Star Neville Rautert, döste den Angriff einfach weg.

Hoffentlich sind die EHCler am Wochenende, wenn es um die Playoffs geht, aggressiver. Wobei: Es geht auch anders. Das beweist Ryan Kavanagh. In 32 Spielen sammelte er erst acht Strafminuten – als Verteidiger!

Kavanagh erzählt, dass er es als Jugendlicher nicht mit der Defensive hatte. „Ich spielte wie ein Stürmer, vorn drin. Ein Coach hat mir das richtige Verteidigen beigebracht.“ Dazu kommt: Der Kanadier ist 1,74 Meter klein, muss schlauer und technischer spielen – und schussstark. Kavanagh ist mit vier Toren nach Buchwieser Top-Schütze im Powerplay.

Im Vorjahr war er für den EC Red Bull Salzburg aktiv. Er könnte also viel erzählen, was auf den EHC (und die Spieler) nach dem Konzern­einstieg zukommt. Doch beim EHC sind sie vom Thema mittlerweile genervt. „Ach, ich sollte lieber nicht über Red Bull reden“, sagt Kavanagh kurzgebunden. „Es ist auch nicht so viel anders. Die Trainingsstunden sind die selben und so weiter.“ Lieber spricht er über die Restsaison: „Wir müssen jedes Spiel wie das letzte angehen.“

Nach zuletzt vier Spielen mit Penaltyschießen ließ Mansi, der Chefcoach Pat Cortina (Nationalteamcamp) vertrat, die Truppe Ausrittern. Für das „Quäntchen Glück“, das Uli Maurer zuletzt vermisste, soll nun Seppi sorgen. Mansi kraulte den zahmen Hund.

wim

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