Spekulation über Cortina-Nachfolge

Was macht Brockmann beim EHC?

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Andreas Brockmann

München - Trainer Andreas Brockmann hat zuletzt den EHC RB München beobachtet. Ist er ein Kandidat für die Nachfolge Pat Cortinas, der ab Sommer nur noch Bundestrainer ist?

Trainer Andreas Brockmann hat zuletzt den EHC RB München beobachtet. Manager Christian Winkler sagt, Brockmann wäre wohl Co-Trainer geworden, wäre Maurizio Mansi zu den Ingolstadt Panthern gewechselt. Brockmann saß aber auch am Sonntag beim 3:2-Sieg über Krefeld noch auf der Tribüne. Da war längst klar, dass Mansi nicht nach Ingolstadt wechselt. Ist er ein Kandidat für die Nachfolge Pat Cortinas, der ab Sommer nur noch Bundestrainer ist?

Der Tölzer ist DEL-erfahren, derzeit ohne Anstellung, hat einen guten Ruf. Während des Spiels schrieb er fleißig mit. Winkler erklärt das so: „Er macht für uns die Statistik.“ Offenbar ist die dem EHC sehr ans Herz gewachsen. Denn auf der Tribüne saß auch Viktor Ekbom und notierte mit. Der verletzte Verteidiger machte: die Statistik.

In punkto Statistik gibt es auch einiges zu tun: Glaubte man dem Spielberichtsbogen und der Datenbanken hockeydb.com, hätte es am Sonntag eine Sensation gegeben. Ein nicht einmal ein Monat alter Spieler hätte sein DEL-Debüt gefeiert. Die Untertreibung des Jahres, denn Florian Stauder, so heißt der Neuling, ist 21. Neben ihm kam auch Tobias Biersack (22) zum Debüt im Oberhaus. Laut Eliteprospects.com ist er 1,93 Meter groß und 94 Kilo schwer – die Übertreibung des Jahres.

Biersack (1,80 Meter) über sein Debüt, von dem er tags zuvor erfuhr: „Es ist schön, wenn man so etwas erlebt.“ Ihre Premiere hatten die beiden Youngsters den Ausfällen von Martin Hinterstocker und Ty Morris (rund sechs Wochen Pause) zu verdanken.

Stauder ist Malergeselle, hat im Winter aber Zeit für die Eishockey-Karriere. „Flori ist ein Gaudibursch“, sagt Peppi Heiß, sein Trainer in Peiting. „Technisch ist er hervorragend. Die Defensive ist noch nicht seine große Liebe.“ Biersack, wie auch Stauder aus dem Werdenfelser Land, ist ausgebildeter kaufmännischer Assistenten. Derzeit konzentriert er sich voll aufs Eishockey. Heiß: „Er hat das Potential für die DEL.“

Und Heiß? Leistet super Arbeit in Peiting: Fast alle seiner Spieler arbeiten oder studieren und stammen aus dem Umland. Dazu gingen vor der Saison acht Leistungsträger. Trotzdem führt Peiting mit Talenten souverän die Oberliga an. Heiß, zwei Jahre Co-Trainer beim EHC, hätte das Potenzial zum DEL-Chefcoach. Und eine entsprechende Ausstiegsklausel hätte er auch…

wim

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