EHC-Manager im Interview

Winkler: "Das Beste, was es hier je gegeben hat"

+
Christian Winkler erwartet viel vom heutigen Spiel gegen Mannheim

München - Paul Stastny ist wieder in München. Am Donnerstag morgen kam er mit der Freundin aus Denver. Und er bleibt vorerst auch. Das tz-Interview mit Christian Winkler, Manager des EHC RB München.

Sind Sie froh, dass Stastny zurück ist?

Winkler: Ich freue mich über jeden Tag, an dem die NHL nicht losgeht. Viele Teams hatten Probleme mit den NHL-Spielern – wir haben einen absoluten Glücksfall. Wenn sie gehen, ist es normal, ich würde nicht in Depressionen verfallen. Wenn sie bleiben, haben wir den Jackpot gewonnen.

Die Stars hatten Angebote.

Winkler: Ja. Sie haben aber ihr Wort gehalten, dass wir die erste Option sind. Blake Wheeler hätte mit Mannheim den Spengler-Cup spielen können, Pauls Bruder Yan spielt in Nürnberg und auch in der Schweiz hat man ihre Leistungen zur Kenntnis genommen.

Dort hätten sie richtig Geld verdienen können.

Winkler: Sie spielen nicht umsonst bei uns. Bisher war es ein Sonderpreis, ab jetzt verdienen sie auch ein Geld. Sie sind zwei der besser Bezahlten, aber es ist sicher meilenweit davon entfernt, was sie sonst verdienen würden. Denen gefällt’s hier.

Im Sommer 2012 ging es beim EHC drunter und drüber. Jetzt spielen zwei der besten Spieler der Welt für den EHC.

Winkler: Wenn mir einer am 15. Mai gesagt hätte, dass Wheeler und Stastny heuer noch beim EHC spielen, hätte ich ihn gefragt, ob er seine Tabletten in der richtigen Reihenfolge genommen hat.

Irgendwann werden die Stars wieder gehen.

Winkler: Es hätte sein können, dass Wheeler bloß ein Spiel gemacht hätte, Stastny nicht mehr als drei, vier. Unsere Rechnung ist total aufgegangen: Ich habe gesagt: Wenn wir beide zehn Spiele haben, stehen wir auf einem Play-off-Platz. Mit den zwei und Jochen Reimer gebe ich ganz klar aus: Top Ten ist ein Muss. Ohne die zwei sind die Playoffs wie eine Meisterschaft.

Zuletzt hat man gesehen, was passiert, wenn die beiden fehlen.

Winkler: Am Freitag hätten vier NHL-Stars da sein können und wir hätten keine Chance gehabt. Wir waren kollektiv nicht anwesend. Und in Wolfsburg hat nicht Wolfsburg uns geschlagen, sondern wir uns selbst.

Am Freitag kommt Mannheim, ebenfalls mit NHL-Stars verstärkt.

Winkler: Da scheppert‘s. Da wird wohl das Hochkarätigste auf dem Eis stehen, was es jemals hier gegeben hat. Hecht, Pominville, Seidenberg, unsere beiden – dazu mit Dennis Endras und Reimer mit die besten Torhüter Europas. Da gibt es das beste Eishockey zu sehen, das es in der Halle jemals gegeben hat. Da gfrei ma uns!

Interview: Martin Wimösterer

Auch interessant

Meistgelesen

Tabellenführer EHC München veranstaltet Schützenfest - fünf Scorerpunkte für Gogulla
Tabellenführer EHC München veranstaltet Schützenfest - fünf Scorerpunkte für Gogulla
Pleite in Stockholm: EHC Red Bull vor dem Aus in der Champions Hockey League
Pleite in Stockholm: EHC Red Bull vor dem Aus in der Champions Hockey League
Felix Schütz wird vom Hai zum Tiger
Felix Schütz wird vom Hai zum Tiger

Kommentare