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Peppi Heiß: "Der EHC hat jetzt mehr Druck“

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Peppi Heiß. © dpa

München - Peppi Heiß (49) trainiert unregelmäßig die Torhüter des EHC Red Bull München. Eigentlich ist er Cheftrainer bei Münchens Kooperationspartner EC Peiting. Das Interview:

Herr Heiß, werden Sie weiterhin die Münchner Torhüter trainieren?

Heiß: Das haben wir ausgemacht. Wie oft, kommt auf die Belastung und den Spielplan an. Je nach Termin jede oder jede zweite Woche.

Sie sollen die beiden Münchner Torhütertalente entwickeln. Aber mal ehrlich: An Jochen Reimer, dem besten DEL-Torwart, ist kein Vorbeikommen.

Heiß: Mit Jochen hat der EHC eine unangefochtene Nummer eins. Mit Lukas Steinhauer und Jakob Goll zwei hungrige Torhüter dahinter. Sie werden sich abwechseln: Einer von den beiden wird in München mittrainieren, der andere in Peiting. In Peiting ist Florian Hechenrieder die Nummer eins, auch er darf vielleicht mal per Förderlizenz in München vorbeischauen.

Je besser Sie arbeiten, desto schneller verlieren Sie Ihre Spieler nach München.

Heiß (lacht): Ja, aber dann würden Peiting und ich uns freuen, weil dann einer von uns den Sprung in die DEL geschafft hat.

Das klingt nach dem Konzept der Tölzer Löwen.

Heiß: Die machen das seit Jahren richtig. Sie lassen die Trainer in Ruhe arbeiten und, wenn die Spieler soweit sind, können sie in Nürnberg Erstligaerfahrung sammeln. Wir haben von der Struktur vor Ort her nicht das Geld für die Zweite Liga, aber für die Talente ist das vielleicht nicht schlecht: Den Sprung in die Oberliga schafft man eher, um dann später in die DEL zu kommen.

Und in München dürfen sie schon mal reinschnuppern.

Heiß: Genau. Martin Buchwieser ist da ein gutes Beispiel. In Garmisch war er auf der Bank, in München wurde er zum Nationalspieler.

Wem trauen Sie von Ihren Spielern den Sprung in die DEL zu?

Heiß: Markus Weber und Tobi Biersack. Die beiden haben schon Zweitligaerfahrung gesammelt. Martin Guth ist läuferisch gut, aber er muss erst noch körperlich zulegen.

Wie schneiden Peiting und München in der neuen Saison ab?

Heiß: Mit Peiting wollen wir unter die ersten Vier kommen. Beim EHC hat sich einiges verändert und es ist ein gewisser Druck über Red Bull da. Sie wollen zumindest in die Preplayoffs.

Dann würden Ihre Talente aber eher selten in der DEL spielen.

Heiß (lacht): Stimmt, dann würde ich vielleicht sogar noch einen Stürmer aus München bekommen. Aber im Ernst: Jeder soll seine Chance bekommen. Mich würde es für die Jungs freuen.

Interview: Martin Wimösterer

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