EHC München

Punktegarantie aus Übersee

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Mit ihm kam der Aufschwung: Wheeler (li.).

München - Mit den NHL-Stars Wheeler und Stastny ist München in der DEL erfolgreich wie nie: Beim Derby in Augsburg gewinnt der EHC haushoch.

Der EHC München hat bei den Augsburger Panthern 6:2 gewonnen. Vor 5223 Zusehern lagen die Gastgeber bereits nach zwölf Minuten 2:0 in Front. Felix Petermann, Uli Maurer und Mike Kompon drehten das Spiel bis zur 37. Minute. Für die Entscheidung sorgten kurz vor Ende Martin Buchwieser, Blake Wheeler und Ty Morris. Der EHC hat damit Augsburg überholt und rangiert auf Platz sieben.

Nach dem Hinspiel hatte sich Augsburgs Trainer Larry Mitchell zu den Verpflichtungen von NHL-Spielern geäußert, die der Arbeitskampf in Nordamerika den DEL-Klubs ermöglicht. Mitchell fand es schwer, Mannschaften mit NHL-Verstärkungen zu besiegen. Ein Blick in die Statistik gibt ihm Recht. Die Klubs mit Lockoutspielern punkteten im Abschnitt zwischen der Länderspielpause Mitte November und Weihnachten am besten. Krefeld mit Christian Ehrhoff fuhr pro Spiel zweieinhalb Punkte ein, München mit Blake Wheeler und Paul Stastny zwei. Auf Rang vier und fünf liefen Mannheim und Berlin ein. Die Kölner Haie als Dritter haben als einziger Klub der Top 5 keine NHL-Spieler.

Gerade die direkten Rivalen um den die Preplayoffplätze distanzierten die Münchner klar: Straubing und Iserlohn holten seit der Pause nicht einmal einen Punkt pro Spiel, was allerdings auch am eigenen Formtief lag. Der EHC freut sich dennoch zu Recht über die verlängerten Verträge seiner beiden NHL-Verstärkungen. Statistisch gesehen tragen sie zusammen drei Scorerpunkte pro Spiel bei. Manager Christian Winkler findet zudem, „dass sich die Mannschaft an ihnen hochzieht.“

Der EHC, mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet, ist seit sechs Heimspielen unbesiegt. Eine Serie, wie sie dem Klub in seiner knapp dreijährigen DEL-Zugehörigkeit noch nicht geglückt war. Manager Winkler gab sich gegenüber dem Fanradio „enorm stolz, auf das was die Mannschaft bisher geleistet hat“. Allerdings erinnert man sich beim EHC an das Vorjahr, als man trotz eines ähnlichen Zwischenspurts vor Weihnachten noch die Endrunde verspielte. Winkler gibt sich in der Euphorie um die NHL-Spieler daher vorsichtig: „Eine Saison dauert bis März. Für das bisher Geleistete kann man sich nichts kaufen. Wir müssen den Schwung mitnehmen.“

Bis zum 4. Januar muss der EHC allerdings nun ohne die Heimaturlauber Wheeler und Stastny auskommen und zudem hoffen, dass der Arbeitskampf in der NHL nicht so schnell endet. „Mit Wheeler und Stastny“, sagt Winkler, „sind unsere Chancen auf die Playoffs sicher größer.“

Verzichten muss der EHC auch auf Viktor Ekbom. Der Verteidiger verletzte sich am Sonntag im Spiel gegen Düsseldorf und teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Sieben Wochen Pause. Gebrochenes Handgelenk. #FröhlicheWeihnachten.“ Sein Freund Ryan Kavanagh kommentierte das mit: „Ahh. Sch . . .“ Auch Kavanagh musste am Sonntag vor Spielende in die Kabine – mit Verdacht auf Gehirnerschütterung. Dem EHC fehlt damit erst einmal ein eingespieltes Verteidigerpärchen.

Von Martin Wimösterer

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