tz erfuhr: Übernahme steht kurz bevor

Red Bull will beim EHC verlängern!

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Jochen Reimer & Co. tragen wohl weiter Red Bull auf der Brust

München - Noch halten sich alle Beteiligten sehr bedeckt, aber die tz erfuhr: Der EHC München und Red Bull setzen ihre Zusammenarbeit wohl fort.

Der Deutschland-Cup vor rund zwei Wochen war nicht nur ein Turnier der Nationalmannschaft. Die ­ganze Szene trifft sich dort alljährlich, man tauscht Nummern aus – und bereitet den ein oder anderen geheimen Deal vor. Auch der EHC Red Bull München war eifrig dabei. Und wie die tz von jemanden, der es wissen muss, erfahren hat: Der EHC war zumindest bei Marcel Müller und einem anderen von Stefan Metz beratenen Nationalstürmer vorstellig. Also bei der deutschen Elite!

Manager Christian Winkler äußerst sich auf Anfrage dazu im Allgemeinen: „Ich höre mich natürlich um.“ Man wolle, teilte man den Spielern in den geheimen Informationsgesprächen mit, eine große Mannschaft aufbauen, mit absoluten Top­leuten!

Der Klub hat bereits mit seinen Leistungsträgern Martin Buchwieser, Felix Petermann, Jochen Reimer, Uli Maurer und Martin Hinterstocker langfristige Verträge abgeschlossen. Für einen weiteren Kracher wie Müller, der derzeit in Schweden spielt, wäre nach aktuellen Bedingungen ganz sicher kein Geld da, erst recht nicht für mehrere Spieler dieser Spitzenkategorie! Und deswegen ist klar: Diese Art von Gesprächen sind ein Indiz dafür, dass es beim EHC kommende Saison weitergeht – mit dem Inhaber Red Bull.

Red Bull ließ sich von der tz Fragen senden, antwortete sinngemäß aber nur mit: Wir sagen nichts. Wann der Deal perfekt ist? EHC-Wirtschaftsboss Claus Gröbner sagt: „Ich habe leider keine Glaskugel.“ Gesellschafter Michael Phillips ist der Mann, der den Deal perfekt macht. Wie die tz erfahren hat, haben der EHC und Gesellschafter Phillips zuletzt das Haus so bestellt, sodass einer Übernahme nichts mehr ihm Wege steht.

Der Übernahme-Deal wird dem Vernehmen nach zeitnah über den Tisch gehen, damit der Saisonendspurt des EHC nicht gestört wird und die Planungen für die neue Saison voranschreiten können. Die Zusammenarbeit zwischen der EHC-Geschäftsstelle mit Red Bull ist ohnehin schon sehr eng. Man tauscht sich über die meisten Vorgänge aus, bevor man sie finalisiert. Gröbner führt an, dass man bei der Konsolidierung „in sehr kurzer Zeit viel erreicht“ habe. Sein Eindruck: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Allerdings: Mit einer Übernahme durch den Limo-Konzern wäre noch nicht gesagt, dass die EHC München SpielbetriebsGmbH auch in München bleibt! Seit Längerem spuken Leipzig und Stuttgart durch die Gerüchteküche. Doch in den Gesprächen mit den Nationalspielern war von München die Rede – außerdem kümmert sich der EHC im Auftrag von Red Bull schon um einen extra Vip-Raum.

Noch fehlt der amtliche Stempel für den 120 Quadratmeter großen Anbau. Sobald die Genehmigung da ist, wird gebaut, erklärt Olympiapark-Chef Ralph Huber. „Im besten Fall noch in dieser Saison“, sagt Gröbner. Der Vip-Bereich wäre abmontierbar – doch ist er immerhin ein klares Zeichen, dass Red Bull den EHC in München behalten will. Vorerst?

M. Wimösterer

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