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Zwei Spiele - Zwölf Punkte?

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Derby-Stimmung garantiert: Schon beim „Volle-Halle-Spiel“ im Dezember gegen Augsburg ging es richtig zur Sache © Imago

München - Stellen Sie sich darauf ein – es wird ein Krimi! Am Freitag empfängt der EHC München die Augsburger Panther (19.30 Uhr, Eishalle). EHC-Manager Christian Winkler sagt zum Duell: „Das ist immer Derby, immer Dramatik, immer hitzig.“

 Für den EHC ist es das DEL-Derby überhaupt und diesmal verspricht die Konstellation einen echten Krimi! Augsburg-Boss Lothar Sigl ulkt in todesehrfürchtigem Ton: „Natürlich sind die Superstars aus München Favorit. Wir zittern schon.“

Zur Erzrivalität der beiden Klubs kommt diesmal noch hinzu, dass es wirklich, wirklich um etwas geht. Um einen Playoffplatz nämlich. Der Blick auf die Tabelle verrät: Ein Pünktchen hat der EHC mehr auf dem Konto, bei ähnlichem Torverhältnis. Es wird ein Sechspunkte-Spiel um Platz zehn. Nebenbei bemerkt wird es für den EHC sogar ein Zwölfpunkte-Wochenende: Auch am Sonntag in Krefeld geht es gegen einen Verfolger. Hoher Druck also, der da auf den Schultern von Pat Cortinas Mannschaft lastet. Doch der EHC hat ja bereits gezeigt, dass er mit solchem Druck umgehen kann.

Erinnern wir uns an das letzte Duell mit den Augsburgern: Es war das große Spiel in der ausverkauften Olympiahalle, das Leuchtturm-Spiel. Die Münchner, das sagte Stürmer Martin Schymainski später, wussten, dass Verlieren vor den 11.000 Zusehern verboten war. Und Schymainski & Co. schossen die Augsburger mit 5:0 vom Eis. Augsburg-Boss Sigl hat das Spiel noch in hervorragend schlechter Erinnerung. Praktisch alles sei gegen seine Panther gelaufen, sagt er: „So werden uns die Münchner nicht nochmal erwischen.“

Die Augsburger bläst ein kräftiger Rückenwind nach München: Im Januar sackten die Panther kräftig Punkte ein. Und gewinnen plötzlich auch in der Fremde, zuletzt zweimal (häufiger als in allen Auswärtsspielen zuvor). Sigl hofft, dass eine andere Serie reißt: In den drei Duellen in dieser Saison gewann immer das Heimteam. Nichts da, meint EHC-Manager Winkler: „Wir haben immer noch eine Rechnung offen! Das 5:0 war nur die beglichene Rechnung für das 3:7, jetzt folgt noch die für das 0:2.“

Bei aller Erzrivalität und allem Kriegstrommelschlagen – Winkler und Sigl verstehen sich hervorragend. Die Augsburger hatten sich dafür stark gemacht, dass der EHC vor knapp zwei Jahren in die DEL aufgenommen wurde. Auch, weil Derbys immer Geld in die Kassen spülen. Sigl sagt daher: „Am schönsten wär‘s, München wird Siebter und wir Zehnter. Oder umgekehrt.“ Bis zum Pre-Playoff-Duell, verspricht Sigl im Scherz, werde das noch offene Curt-Frenzel-Stadion weitestgehend fertiggebaut sein. „Dann braucht Kollege Winkler nicht mehr wegen den Temperaturen, sondern nur noch wegen der Augsburger Panther zittern.“

Martin Wimösterer

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