Pflichtsieg in Chemnitz

Doppelpack von Lewandowski bringt Bayern eine Runde weiter

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Robert Lewandowski traf zweimal gegen Chemnitz.

Im DFB-Pokal musste der FC Bayern nach Chemnitz reisen. Die Münchner hatten in der ersten Halbzeit Mühe und drehten nach dem Seitenwechsel richtig auf. Die Folge: Verdienter Einzug in die 2. Runde.

Chemnitz - Drückend überlegen, souverän gewonnen: Bayern München hat sich in der 1. Runde des DFB-Pokals erwartungsgemäß bei Drittligist Chemnitzer FC durchgesetzt. Der Rekordtitelträger, der zuletzt vor 23 Jahren gegen den TSV Vestenbergsgreuth eine Auftaktniederlage erlitten hatte, siegte sechs Tage vor dem Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr/Eurosport und ZDF) durch Treffer von Robert Lewandowski (20. und 60.), Kingsley Coman (51.), Franck Ribéry (79.) und Mats Hummels (89.) mit 5:0 (1:0). „Ich habe ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen, die hier mit dem richtigen Spirit und der richtigen Einstellung aufgetreten ist“, lobte der Italiener.

Das Resultat spiegelte die Überlegenheit des FC Bayern am Ende auch durchaus wider. Chemnitz war ein guter Sparringspartner, aber nicht mehr. Die Gastgeber kamen vor 15.015 Zuschauern kaum zu Entlastungsangriffen und waren vor allem damit beschäftigt, die Münchner vom eigenen Strafraum und Tor fernzuhalten. Die Gäste mit dem erneut guten Sebastian Rudy blieben geduldig in ihrem Bemühen, eine Lücke im Abwehrverbund der Chemnitzer zu finden. „In der ersten Halbzeit hat es uns der Gegner schwer gemacht, weil er sehr gut in der Abwehr stand“, analysierte er. „In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Chancen kreiert, aus denen wir die Tore erzielt haben.“

Erleichtert war auch Lewandowski - nicht nur wegen seiner beiden Tore. „Es ist immer wichtig, das erste Tor zu schießen und zu versuchen, gut zu spielen. Das ist nicht immer leicht, denn wenn du kein Tor machst, musst du aufpassen“, sagte der Pole. „Für uns war am wichtigsten, die nächste Runde zu erreichen.“

Alaba und Robben auf der Bank

Trainer Carlo Ancelotti ließ Arjen Robben und David Alaba wie angekündigt zunächst auf der Bank, Rafinha spielte dafür links in der Viererabwehr, Coman auf dem rechten Flügel. In der Startelf standen die Zugänge Rudy, Niklas Süle sowie Corentin Tolisso. Defensiv waren die Münchner kaum gefordert, und wenn, wirkten sie sehr konzentriert.

Zwei verdienten sich die 1: Bilder und Noten von Bayerns Sieg in Chemnitz

Die Taktik von Chemnitz war offensichtlich: hinten dichtmachen, vorne auf Konter setzen. Die Bayern spielten dadurch mehr oder weniger Powerplay, ließen auch den Ball gut und schnell laufen, kamen aber gegen dicht gestaffelte Gastgeber nur selten gefährlich vors Tor. Allerdings leistete sich der CFC, bei dem Torhüter Kevin Kunz und Defensivmann Jan Koch eine gute Leistung boten, unter dem Druck der Bayern auch wiederholt Fouls nahe an der Strafraumgrenze. „Ich hätte mir ein Gegentor weniger gewünscht, fünf Tore tun schon etwas weh. Trotzdem wissen wir, wer unser Gegner war“, meinte CFC-Torwart Kunz. „Bayern hat eine Qualität, die in Deutschland ihresgleichen sucht.“

Lewandowski als Dosenöffner

Eine "Umarmung" von Kapitän Marc Endres bei Lewandwoski führte zum dritten Freistoß innerhalb weniger Minuten, der Pole schoss selbst, der doppelt abgefälschte Ball flog ins Tor. Kurz darauf fiel Lewandwoski bei einem Zweikampf mit dem linken Knie auf den Stollen von Verteidiger Tom Scheffel. Seine blutende Wunde musste mit einem Pflaster abgedeckt werden.

Als Chemnitz dann doch einmal mutig wurde, nutzten die Münchner eine Konterchance durch Coman eiskalt aus, wenig später erhöhte der wenig später ausgewechselte Lewandowksi nach feiner Vorarbeit von Coman, Joshua Kimmich und Tolisso. Ribéry traf per Freistoß, Hummels setzte den Schlusspunkt.

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

sid/dpa

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