Christian Nerlinger: Große Zukunftspläne

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Christian Nerlinger tröstet die enttäuschten U17-Spieler der Bayern.

München - Vom Teammanager zum Sportdirektor: Am 1. Juli erklimmt Christian Nerlinger auf der Karriereleiter die nächste Stufe.

Der Basis bleibt er trotzdem weiter treu. Bestes Beispiel: Nach der bitteren Final-Niederlage der U 17 (1:3 gegen den VfB Stuttgart) tröstete der 36-Jährige jeden einzelnen Spieler. An der Seite von Uli Hoeneß, Karl Hopfner und Paul Breitner verfolgte er das Spiel in Aschheim. Am Mittwoch beginnt für Nerlinger eine neue Zeitrechnung. „Ich freue mich schon sehr auf den Start mit ­Louis van Gaal“, erklärte der Noch-Teammanager am Samstag der tz. „Ich hoffe, dass wir bei der Trainerposition wieder Kontinuität reinbekommen.“ Stichwort Klinsmann-Flopp…

So luxuriös ist das Leistungszentrum der Bayern

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Mit Dienstantritt muss sich Nerlinger auch mit – vermeintlich – offenen Personalfragen beschäftigen. Wobei er über Franck Ribéry am liebsten gar nicht mehr diskutieren würde. „Wir können nicht jeden Tag vier Wasserstandsmeldungen zum Thema Ribéry von uns geben“, sagt Nerlinger: „Der Vorstand hat sich klar geäußert, das ist der Stand. Franck wird bleiben. Wir geben unseren besten Spieler nicht ab.“ Vielmehr müsse man Ribéry künftig „die Perspektive bieten, mit dem FC Bayern auf Augenhöhe mit Europas Spitze zu spielen. Dann ist auch Franck in München glücklich.“

Überhaupt: Gegen die Millionen aus Madrid oder Chelsea wollen die Bayern mit einem „homogenen Team“ ankämpfen. Nerlinger: „Barça ist der Perfektion nahe. Unser Ziel muss es sein, gegen Mannschaften wie Madrid oder Manchester nicht nur an einem guten Tag zu gewinnen. So stabil müssen wir sein, das darf kein Zufall sein.“ Nerlinger: „Mittelfristig werden wir in Europa eine Rolle spielen. Ziel sollte sein, zu dem Kreis zu gehören, der eine realistische Chance hat, die Königsklasse zu gewinnen.“

Die Transferbörse der Bayern

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Welche Rolle dabei Luca Toni spielen wird, ist ungewiss. „Luca muss den Kampf annehmen, fighten, sich beweisen“, rät Nerlinger. „Wir haben mit Gomez einen super Einkauf, Miro Klose ist die Nummer eins in Deutschland, Ivica Olic brennt auf seine Chance.“ Genauso wie Nerlinger selbst. Als Hoeneß-Nachfolger sieht er sich nicht. „Uli ist ja weiter da, die Position des Sportdirektors ist ein neuer Posten“, erklärt Nerlinger: „Und dieser Aufgabe bin ich gewachsen.“

ta

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