Rensings Ziele für die Rückrunde: Weniger Gegentore – und „ein bis zwei Kilo weniger“

"Die Stabilität ist zurück!"

Michael Rensing hat sich für die Rückrunde einiges vorgenommen.
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Michael Rensing hat sich für die Rückrunde einiges vorgenommen.

Er steht im Blickpunkt wie kaum ein anderer Bayern-Star: Torwart Michael Rensing. Das tz-Interview mit dem 24-Jährigen.

Herr Rensing, mit welchen Erwartungen starten Sie am Freitag in die Bundesliga-Rückrunde?

Michael Rensing: Nach dem schwächeren Anfang haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, wir sind in jedem Wettbewerb gut dabei. Es wäre natürlich gut, wenn wir in der Bundesliga ein paar Tore weniger kassieren würden. Aber das sollte nicht unser primäres Ziel sein, sondern Titel zu gewinnen. In der Champions League haben wir ja sehr wenige Gegentore kassiert. Natürlich hätten es auch in der Bundesliga weniger sein können. Aber ich sehe das so: Wenn man die acht Stück aus den Spielen gegen Bremen (Bayern verlor 2:5, d. Red.) und Bochum (3:3, d. Red.) abzieht, ist der Schnitt überdurchschnittlich gut.

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Und dann wird euch immer wieder der Gegentore-Rekord vorgehalten…

Rensing: Dieses Gerede mag ich überhaupt nicht. Die Bundesliga gibt es seit über 40 Jahren, und das war nun mal eine Ausnahmesaison, in welcher der Rekord das erste Mal geknackt wurde. Das kann man doch jetzt nicht jedes Jahr als Maßstab nehmen! Dazu kommt, dass ich in der letzten Saison auch zehn Spiele gemacht habe – und davon sieben zu null. Ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen.

Ist die Stabilität im Defensivverbund jetzt zurück?

Rensing: Die Stabilität ist zurück. Die hatten wir auch schon die letzten zwei, drei Monate in der Hinrunde und ich hoffe, dass sich das jetzt in die Rückrunde überträgt.

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Die Torhüter-Konkurrenz in der Bundesliga hat ihre ganz eigenen Vorbereitungsmethoden: Laut „Sportbild“ hat Bremens Tim Wiese 14 Kilo abgenommen…

Rensing: Was? 14 Kilo? Das kann ich mir nur schlecht vorstellen.

Vor acht Monaten hatte er angeblich noch 14 Kilo mehr.

Rensing: Nicht schlecht. Es müssen aber meiner Meinung nach weniger als 14 Kilo gewesen sein – er hatte vorher ja auch keinen Bierbauch oder ähnliches.

Seine Motivation dafür ist die Nationalmannschaft. Würden Sie Ähnliches für einen Platz bei Jogi Löw tun?

Rensing: Ich achte auch – generell, nicht speziell, um in die Nationalmannschaft zu kommen – darauf, im Training, auf dem Platz und im Kraftraum noch mehr zu machen. Natürlich achte ich auch ganz bewusst auf meine Ernährung. Ich bin topfit, denke aber trotzdem, dass es nicht schaden würde, ein, zwei Kilo weniger zu haben. Ich möchte nicht wesentlich mehr als 90 Kilo haben.

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Ist das ein festes Ziel?

Rensing: Ich bin fit und durchtrainiert. Aber ein oder zwei Kilo weniger können nicht schaden. Ich habe da einen Satz von Felix Magath im Kopf: „Zieht euch eine Bleiweste mit drei, vier Kilo an und versucht, in die Luft zu springen oder euch hinzuwerfen. Dann probiert es ohne.“ Der Unterschied ist gewaltig. Deswegen ist es nicht verkehrt, ein oder zwei Kilo weniger zu haben. Aber das geht so schnell: Du stellst deine Ernährung um, lässt morgens die weißen Brötchen weg und isst dafür Müsli. Weniger Kohlenhydrate, dazu Training und kein Essen nach 18 Uhr.

Themawechsel: Ab der Saison 2010/2011 kommt der Einheitsball. Für die Torhüter ein Vorteil?

Rensing: Absolut. Ich habe mich sowieso schon dafür ausgesprochen. Es kann nicht sein, dass du alle paar Tage mit einem anderen Ball spielst. Jeder hat unterschiedliche Eigenschaften: Der eine flattert mehr, der andere ist schneller, der nächste springt höher weg – da muss eine Lösung gefunden werden.

Interview: Tobias Altschäffl

Quelle: tz

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