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Bayern trifft gegen Leverkusen auf ein Rudel von Ex-Löwen

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Fliegt für Leverkusen: Ex-Löwe Kevin Volland.
Fliegt für Leverkusen: Ex-Löwe Kevin Volland. © dpa

Am Freitag, wenn Bayer Leverkusen und der FC Bayern die Rückrunde der Bundesliga eröffnen, bekommen es die Roten gleich mit einem ganzen Löwen-Rudel zu tun. Zumindest mit Ex-Löwen. Es riecht nach Derby.

München - Gleich vier Bayer-Spieler haben eine lange Vergangenheit bei 1860. Sie sind die Blaue Fraktion. Sven Bender (28), sein Zwillingsbruder Lars (28), Kevin Volland (25) und Julian Baumgartlinger (30) haben allesamt das Fußballspielen bei den Löwen gelernt und in Giesing ihre ersten Schritte im Profibereich gemacht.

Duelle mit dem FCB sind für das Leverkusener Löwen-Rudel daher traditionell etwas ganz Besonderes. „Natürlich spielt die Vergangenheit da immer eine gewisse Rolle. Als Sechziger bin ich schon früh in der Jugend blau geprägt worden. Das waren immer die größten Spiele im Jahr, da ging es immer ordentlich zur Sache“, sagt Baumgartlinger, der mit 13 Jahren ins Sport-Internat von 1860 wechselte.

Dort verbrachte auch Volland seine Jugend, auch er blickt gerne auf seine Zeit beim TSV zurück. Der Stürmer: „Ich habe viele tolle Erinnerungen. Es war für uns vier der Anfang. Baumi und ich waren dort im Internat, die Benders haben dort ihre Jugend verbracht. Wir sind alle den gleichen Weg gegangen. Das ist dann schon ab und zu lustig, wenn wir irgendwo im Hotel am Tisch sitzen und über alte Storys reden.“

Bender: „Meine Vergangenheit als Blauer ist zweitrangig“

Weniger emotional spricht Sven Bender über seine Zeit in Giesing. Er meint: „Spiele gegen den FC Bayern sind immer etwas Besonderes. In erster Linie aber, weil es gegen den großen Meisterschaftsfavoriten geht. Das war in Dortmund so, und das ist hier nicht anders.“ Schlägt das Herz denn noch für die Blauen? Der Abwehrmann: „Meine Vergangenheit als Blauer ist zweitrangig. Ich habe die Löwen vor fast neun Jahren verlassen. Auch wenn ich gerne an die Zeit zurückdenke, es gibt kaum noch Berührungspunkte mit dem aktuellen Verein.“

Ex-Löwe Sven Bender: „Es gibt kaum noch Berührungspunkte mit dem aktuellen Verein.“
Ex-Löwe Sven Bender: „Es gibt kaum noch Berührungspunkte mit dem aktuellen Verein.“ © dpa

Während Volland und die Benders gegen den Rekordmeister in der Startelf stehen dürften, kämpft Baumgartlinger noch um seinen Platz in der Ex-Löwen-Achse. Der Ösi meint: „Ich lasse mich überraschen, es gibt viel Konkurrenz auf meiner Position. Am Anfang der Hinrunde war ich etwas weiter weg, aber jetzt bin ich ein Teil der Mannschaft. Ich bin bereit.“

Drei oder vier Ex-Löwen auf dem Platz?

Ob nun drei oder vier Ex-Löwen auf dem Platz stehen? Die Entscheidung liegt ganz bei Bayer-Coach Heiko Herrlich. Und der 46-Jährige hat sich noch nicht entschieden – oder er lässt sich zumindest nicht in die Karten schauen. Herrlich sagte über Baumgartlinger nur: „Julian ist in sehr guter Verfassung. Er bringt seine Leistung nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben.“

Ob auf dem Rasen der Bay-Arena oder auf der Ersatzbank: für Baumgartlinger, Volland und die Bender-Zwillinge steht am Freitag kein Spiel wie jedes andere an. Da würde ein Sieg noch besser schmecken als ohnehin. Auch in Giesing dürften sich einige über einen Ausrutscher der Roten freuen – weil dann einige ihrer Ex-Löwen dem großen Stadt-Rivalen ein Bein gestellt hätten.

Jürgen Kemper

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