Kahn und Hainer im Gespräch

Nach Flick-Aus: Bayern-Boss bringt weitere Fakten auf den Tisch - „Ich möchte noch etwas sagen“

Es ist gerade kompliziert beim FC Bayern. Von den Fans gab es teils massive Kritik. Nun blickt das künftige Führungsduo Kahn/Hainer in die Zukunft.

München - Hinter dem FC Bayern* und seinen Anhängern liegen turbulente Tage. Darum war es Balsam für die geschundenen Seelen der Bayern-Fans, als Präsident Herbert Hainer und Bald-Vorstandschef Oliver Kahn* am Dienstag auf zwei Stühlen in der Allianz Arena Platz nahmen und sich im Rahmen eines digitalen Mitglieder-Dialogs Fragen, Sorgen und Wünsche der Fans widmeten.

Kahn und Hainer punkteten bei der Aufarbeitung der Unruhen rund um den deutschen Rekordmeister mit ihrer ruhigen, sachlichen und analytischen Art. Zwar war dem künftigen Führungsduo anzumerken, dass es sich nicht unnötig lange mit den aktuellen Geschehnissen beschäftigen wollte, angesichts der teilweise massiven Fan-Kritik gegenüber Sportvorstand Hasan Salihamidzic* nach dem angekündigten Flick-Aus konnte das Thema aber nicht komplett ausgeblendet werden.

FC Bayern München: Fans kritisieren Salihamidzic - Hainer stellt sich vor ihn

„Wie Sie sicherlich wissen, hat jede Medaille zwei Seiten. Der Trainer guckt auf den kurzzeitigen Erfolg und der Sportvorstand schaut eher auf den mittel- und langfristigen Erfolg und berücksichtigt auch die wirtschaftlichen Zwänge. Das hat jeder Verein“, sagte Hainer und erklärte den Mitgliedern: „Wir wollen neben dem sportlichen Erfolg auch die wirtschaftliche Stabilität gewährleisten. Und ich möchte noch etwas sagen: Wir treffen alle Entscheidungen zusammen – auch wenn der Kader zusammengestellt wird, ist der Vorstand zusammen und die sportliche Leitung.“

Heißt: Salihamidzic ist nicht alleine dafür verantwortlich, dass David Alaba* und Jerome Boateng den Klub im Sommer verlassen, obwohl Flick sie gerne behalten hätte.

Transfer-Sommer beim FC Bayern München - Camavinga auf dem Zettel, Süle vor Abschied?

Interessant wird zu sehen sein, wie die Bayern-Bosse im anstehenden Transfer-Sommer den Spagat zwischen wirtschaftlicher Stabilität und sportlichem Erfolg im Hinblick auf Neuzugänge gestalten wollen. Denn: Nach Dayot Upamecano, der für knapp 45 Millionen Euro Ablöse von Leipzig nach München wechselt, und dem ablösefreien Omar Richards vom FC Reading sollen noch weitere Spieler kommen. Passend dazu berichtet die gut informierte Fußball-Zeitschrift France Football, dass der FCB in den kommenden Wochen den Transfer von Top-Talent Eduardo Camavinga (18) von Stades Rennes abschließen möchte.

Angesichts des enormen Marktwerts des Youngsters von 60 Millionen Euro und einer kolportierten Ablöse von bis zu 40 Millionen, kann mit einem kreativen Finanzierungsmodell gerechnet werden. Vielleicht werden mögliche Transfer-Einnahmen von Abwehrspieler Niklas Süle verrechnet. Immerhin zeigt Chelsea ernsthaft Interesse und bei Süle, dessen Vertrag 2022 ausläuft, gibt es noch keine Entscheidung, ob vorzeitig verlängert wird. Der Spieler selbst möchte erst abwarten, wer neuer Trainer in München wird, ehe er eine Entscheidung trifft. Top-Favorit auf die Nachfolge von Flick ist nach wie vor Julian Nagelsmann.

FC Bayern - Trainer-Personalie noch unklar

Allerdings: Nach tz-Informationen wird es bei der Trainer-Personalie erst eine Entscheidung geben, wenn die (Bundestrainer-)Zukunft von Flick geklärt ist. Das hat mit möglichen Ablösesummen beider Trainer zu tun, die ebenfalls verrechnet werden könnten. (Manuel Bonke) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Hansi Flick hat ohne Absprache seinen Abschied verkündet. Laut Lothar Matthäus habe der Trainer den FC Bayern „hintergangen“.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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