Trotz Gruppensieg in Champions League

Flick-Vulkan brodelt! Bayern-Trainer nicht zufrieden - Knallhart-Forderung an die Triple-Helden

Bayern-Trainer Hansi Flick blickt in der Allianz Arena zur Anzeigentafel hoch
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Bayern-Trainer Hansi Flick hofft auf eine sofortige Leistungssteigerung seiner Mannschaft

Der FC Bayern sichert sich mit einem 3:1-Sieg gegen Salzburg den Gruppensieg in der Champions League. Trainer Hansi Flick übt trotzdem scharfe Kritik. 

  • Der FC Bayern erreicht frühzeitig als Gruppensieger die K.o.-Runde in der Champions League.
  • Bayern-Trainer Hansi Flick war mit dem Auftritt nicht zufrieden und kritisiert sein Team.
  • Flick fordert vom FC Bayern mehr Souveränität im Spiel nach vorne und weniger Fehlpässe.

München - David Alaba bekam den Zorn seines Trainers bereits nach einer Viertelstunde im Champions-League-Spiel gegen den FC Salzburg verbal zu spüren: Der Wiener in Diensten des FC Bayern spielte einen schlampigen Pass auf Marc Roca und verursachte dadurch die erste gegnerische Großchance. Torwart Manuel Neuer konnte zwar klären, doch Hansi Flick tobte an der Seitenlinie und schimpfte mehrere Sekunden in Richtung Alaba, ehe er kopfschüttelnd abwinkte.

Flick richtete nicht nur während des Spiels, sondern auch nach dem 3:1-Sieg (Hier geht‘s zur Ticker-Nachlese) deutliche Worte an seine Mannschaft: „Wir können nicht zufrieden sein mit der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit war wesentlich besser. Wir können heute wirklich nur zufrieden sein mit der Effizienz, die wir gezeigt haben!“ Ungewohnt scharfe Kritik von Hansi an seiner Mannschaft. Flick wird zum Trainer-Vulkan!

Was dem Triple-Coach sauer aufstieß, waren die vielen leichtfertigen Ballverluste seiner Mannschaft: „Wir müssen unsere Fehler minimieren! Das sind die Themen, die ich schon immer angesprochen habe: Wenn wir Fehlpässe gegen Mannschaften machen, die kompakt in einer guten Ordnung stehen, haben sie die Möglichkeiten, uns weh zu tun.“ Gut für Flick, dass er an diesem Tag einen fast unüberwindbaren Schlussmann im Kasten hatte.

FC Bayern: Flick fordert ein Fortsetzen der Siegesserie

Darum hatte Manuel Neuer auch einen großen Anteil daran, dass der FCB bereits nach vier Spieltagen als Sieger der Gruppe A feststeht und die letzten beiden Königsklassen-Partien entspannt in Angriff nehmen kann, um sich für die anstehenden Bundesliga-Herausforderungen zu schonen. Oder? „Das ist nicht unsere Einstellung und Herangehensweise, dass wir in Spiele gehen und sagen: Okay, jetzt können wir uns auf andere Dinge konzentrieren“, stellte Flick klar und kündigt für die nächsten beiden Champions-League-Partien an: „Wir werden in den verbleibenden zwei Spielen versuchen, unsere Siegesserie fortzuführen. Wir gehen in die Spiele, um sie zu gewinnen!“

Der Bayern-Trainer fordert von seiner Mannschaft also weiterhin Vollgas-Fußball - trotz des vorzeitigen Erreichens des Königsklassen-Achtelfinals. Bereits am Dienstag gastieren die Münchner bei Atlético Madrid, am Samstag stand die Bundesliga-Partie in Stuttgart an.

FC Bayern: Salzburg schoss 19 mal aufs FCB-Tor

Flick hat eine genaue Vorstellung, was in diesen Spielen geschehen muss, damit er künftig auch wieder mit der Spielweise zufrieden sein kann - und nicht nur mit der Effizienz: „Wir müssen im Ballbesitz eine andere Souveränität ausstrahlen. Das müssen wir schnell hinbekommen.“ Im Idealfall sorgt diese Souveränität wieder für mehr Torchancen beim FCB. Am Mittwoch schoss der Champions-League-Sieger elfmal, Salzburg 19 mal aufs Tor.

Vielleicht würde eine Start-elf-Beförderung von Edeljoker Leroy Sané für ein souveräneres Spiel nach vorne sorgen. Seinen letzten Einsatz von Anfang an hatte er vor knapp einem Monat in der Bundesliga gegen Köln (2:1). Sanés Statistik liest sich trotz seines aktuellen Reservisten-Daseins beeindruckend: In 392 Spielminuten kommt er auf fünf Tore und zwei Vorlagen - das macht alle 56 Minuten eine Torbeteiligung. Zum Vergleich: Der formschwache Serge Gnabry stand diese Saison 877 Minuten auf dem Platz und benötigt im Schnitt 175 Minuten für eine Torbeteiligung.

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