Bundestrainer brachte viel Zeit mit

Löw sieht fulminante Bayern: Dieser Besuch könnte sich fünffach gelohnt haben

Joachim Löw (r.) und Karl-Heinz Rummenigge unterhalten sich und tragen dabei Masken.
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Plausch unter Führungspersönlichkeiten: Bundestrainer Joachim Löw (r.) und FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge tauschten sich vor dem Bayern-Spiel gegen Hoffenheim aus.

Auch gegen Hoffenheim waren die Ränge in der Allianz Arena weitgehend verwaist. Ein prominenter Tribünengast schien sich genau das richtige Spiel ausgesucht zu haben.

München - Der Weg in die Katakomben war im Dauerregen nicht nur unangenehm, sondern auch elendig lang. Weil die Klappe zum Spielertunnel sich nicht mehr öffnen ließ, mussten die Bayern-Stars nach dem 4:1 gegen Hoffenheim die Kabine über den Spielfeldrand betreten. Mehrere Hundert Extrameter für die müden Beine - aber einem konnte es gar nicht schnell genug gehen, sie gleich noch mal zurückzulegen: Thomas Müller stand als Erster vor den TV-Kameras. Aus gutem Grund.

„Es läuft sehr gut, auch bei mir persönlich, auch was den Torabschluss angeht“, sagte der 31-Jährige, im Gesicht trug er das spitzbübische Grinsen, das er auf dem Feld zuvor auch nach seinem Treffer zum 2:0 gezeigt hatte. Es war das zehnte Saisontor für Müller - zuletzt hatte er in der Saison 2015/16 zweistellig getroffen -, dazu hat er zehn Bayern-Treffer vorbereitet. Und es passte bestens, dass es nach zwei Toren auf Schalke auch diesmal „müllerte“, wo doch auf der Tribüne ein guter alter Bekannter saß, der den Namen Joachim Löw trägt.

Video: Müller, Hummels und Boateng auch im März nicht im DFB-Team

Müller brilliert vor Löws Augen: Auch vier andere Kollegen wussten zu überzeugen

„Ich habe es gerade erst erfahren“, sagte Müller zwar hinterher - und beteuerte, dass ihn die Anwesenheit des Bundestrainers nicht beflügelt habe. Die Geschichte dieses Bayern-Spiels aber war da schon längst geschrieben. Löw, der seine Präsenz in den Bundesliga-Stadien mit Blick auf die EURO im Sommer derzeit verstärkt, hatte das erste Bayern-Spiel seit einem knappen Jahr live verfolgt und verließ die Allianz Arena um kurz nach 19 Uhr in der Gewissheit, einen lohnenden Arbeitstag hinter sich gebracht zu haben.

Denn neben Müller hatte nicht nur der ebenso aussortierte Jerome Boateng die Gunst der Stunde genutzt und die Bayern mit seinem ersten Liga-Treffer seit drei Jahren in Führung gebracht. Im Gedächtnis blieben dem DFB-Coach auch Serge Gnabry, der seine Torflaute nach elf Spielen beendete, Leroy Sané, der Schwung brachte, und Jamal Musiala, der vorspielte.

Löw hatte sich viel Zeit genommen, war bereits um kurz nach 14 Uhr vor Ort und nutzte die Zeit für Gespräche. Die Partie verfolgte der 60-Jährige dann alleine. Coach Hansi Flick musste später lachen, als er sagte: „Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, dass alles so geplant war. Aber wir freuen uns, dass es so gekommen ist.“ (Hanna Raif)

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