tz-Leser-Reporter erinnert sich an Bayern-Pleite

DFB-Legende am Stachus gesichtet - Fan schildert historischen Tag, an dem er fast verprügelt wurde

Die deutsche Stürmerlegende Horst Hrubesch am Stachus.
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Die deutsche Stürmerlegende Horst Hrubesch war in der Münchner Innenstadt unterwegs.

In den 1980er-Jahren war der HSV ärgster Konkurrent des FC Bayern. Unser Leser-Reporter erinnerte sich bei einer Begegnung mit Horst Hrubesch an späte Tore und eine Beinahe-Schlägerei.

München - Früher war alles besser. Das mag auf einige Dinge zutreffen, für viele zählt auch der Fußball dazu. In Zeiten ohne Live-Ticker, Internet-Streams und etliche Pay-TV-Sender kam es hin und wieder zu kuriosen Szenen. Bei einer Fast-Begegnung mit einer deutschen Fußball-Legende erinnert sich tz-Leser-Reporter Djordje Matkovic an einen dieser Momente:

Horst Hrubesch: tz-Leser-Reporter sichtet die DFB-Legende am Münchner Stachus

„Am Donnerstagmittag, den 14. Oktober habe ich mich am Stachus gefragt: ‚Könnte dieser Mann Horst Hrubesch sein?‘. Mit dem Verdacht, dass er es tatsächlich ist, machte ich ein paar Fotos und wollte ihn beinahe ansprechen. Leider stieg er in ein Taxi ein und war kurz darauf weg. „Eigentlich langweile ich Prominente ungern mit einfältigen Konversationen, aber ich glaube dass er Spaß an meiner Geschichte gehabt hätte.“

Hrubesch steigt vor dem Stachusbrunnen in ein Taxi.

Hrubesch feierte am Samstag, den 24. April 1982 eine Sternstunde, als er den FC Bayern mit dem HSV per Doppelpack kurz vor Spielende besiegte. Damals kamen die Hamburger als Tabellenführer der Bundesliga nach München, lagen nach etwas mehr als einer Stunde jedoch mit zwei Toren hinten. Damals ebenfalls im Stadion: der Leser-Reporter. „Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff musste ich weg, weil ich Verpflichtungen hatte. Bayern hat sowieso mit 3:1 geführt und das Spiel war gelaufen – denkste!“

Horst Hrubesch: Als das „Kopfballungeheuer“ die Bayern schockte - tz-Leser-Reporter erinnert sich

„Unterwegs in Richtung U-Bahn-Station habe ich Radioübertragung per Taschenradio gehört“, erinnert er sich. Zuerst verkürzte Thomas von Heesen auf 2:3, kurz darauf glich Hrubesch zum 3:3 aus. In der Schlussminute kippte der Spielstand erneut, als „Kopfballungeheuer“ Hrubesch seinem Namen alle Ehre machte und eine Freistoßflanke von Felix Magath verwertete: 4:3 für den HSV! Für den Leser-Reporter wurde es anschließend ungemütlich.

„Ich habe mich riesig gefreut, ich war nie ein Bayern-Fan! Vor der Station war eine Gruppe Münchner Fans, die die laut sangen. Auch sie waren vorzeitig aus dem Stadion gegangen – wohl um Plätze im Hofbräuhaus zu besetzen und den Sieg gebührend zu feiern. Ich erwähnte daraufhin schadenfreudig, dass der FC Bayern noch verloren hatte“, schildert Matkovic die Ereignisse.

Und weiter: „Doch niemand wollte mir glauben. Eine Viertelstunde vor Schluss stand es ja noch 3:1 für die Bayern, das hatten die Fans ja noch gesehen. Ich meinte daraufhin, dass sie das Radio einschalten sollten, um den Spielstand aus den Nachrichten zu erfahren“, berichtet der Leser-Reporter: „Daraufhin wurde wurde ich wüst beschimpft und entging sogar knapp einer Prügelei. Schade, dass ich kein Foto von den Gesichtern der Fans gemacht habe, als diese von der Niederlage erfuhren. Die hätte Hrubesch sicher gerne gesehen.“ (tz)

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